Rezension Thomas Nehlert „Ferrari 250 GTO – The autobiography of 4153 GT“ - Autor: Keith Bluemel, Great Cars 7, Porter Press International, GB, 2016

Wenngleich in der ersten Hälfte der 1960er Jahre die meisten Rennen der Sportwagen Weltmeisterschaft – die damals offiziell die etwas spröde Bezeichnung „Internationale GTMeisterschaft“ trug – von den sogenannten Prototypen gewonnen wurden, so blieb doch der Meisterschaftstitel den Grand-Tourisme-Fahrzeugen in drei Hubraum-Klassen vorbehalten. Dies waren zweisitzige Sportwagen, von denen eine gewisse Mindeststückzahl gebaut werden musste, damit sie als GTs homologiert werden konnten. 

Ferrari stellte zwischen 1962 und 1964 nicht einmal vierzig Exemplare des legendären 250 GTO her, eines 3-Liter-Rennsportwagens mit einer Motorleistung zwischen 295 und 302 PS. Drei dieser Fahrzeuge hatten sogar 4 Liter Hubraum und hätten deshalb eigentlich 330 GTO heißen müssen, drei kamen für die Saison 1964 in einer etwas abgewandelten Karosserieform auf die Rennstrecken. Es war dementsprechend ein sehr ausgesuchter Kundenkreis, dem Enzo Ferrari die Ehre zuteil werden ließ, einen der damals 18.500,- $ teuren GTO zu erwerben. In aktuellen Auktionen historischer Rennwagen erzielte ein 250 GTO den atemberaubenden Preis von 38 Millionen Dollar, was einer Wertsteigerung von 205.400 % in 50 Jahren entspricht! Dass der GTO überhaupt als GT homologiert wurde, ist der Argumentation Ferraris zu verdanken, dass es sich bei diesem Rennwagen um eine zusätzliche Variante des Straßensportwagens 250 GT handelte; denn das Reglement verlangte an sich eine Stückzahl von mindestens 100 produzierten Fahrzeugen. 

Keith Bluemel als einer der renommiertesten Ferrari-Kenner widmet sein opulentes Buch dem 250 GTO mit der Chassis-Nummer 4153, der als einer der ersten im Jahre 1962 hergestellt worden war. Das in der Farbe „pale metallic grey“ lackierte Fahrzeug gab gemessene 305 PS ab, trug mittig in Längsrichtung einen Streifen in den Farben der französischen Trikolore und wurde am 28. Dezember 1962 an den französischen Rennfahrer Pierre Dumay ausgeliefert. Bluemel dokumentiert haarklein die Historie dieses GTO mit allen Renneinsätzen von 1963 bis 1965 sowie auch die späteren Rennen von 1966 bis 1969. Nach den ersten drei Jahren wechselte der durch die Strapazen der zahlreichen Rennen gezeichnete GTO für gerade einmal 1.600 $ den Eigentümer – angesichts des heutigen Wertes schlicht unvorstellbar. 1970 zahlte der nächste Erwerber dann immerhin 3.000 britische Pfund. Anschließend wechselte die Sportwagen-Ikone mehrfach den Eigentümer, bis schließlich Christian Gläsel das Sammlerstück erwarb und der „Gläsel Family Collection“ einverleibte. Ihm gelang es auch, den Ursprungsmotor des 4153 GT wieder aufzutreiben, der seit 1964 seinen Dienst in einem anderen GTO verrichtet hatte, so dass 2011 Ursprungskarosserie und Ursprungsmotor wiedervereinigt werden konnten. Auf den sehr seltenen Treffen der Ferrari 250 GTO kann man den nun auch wieder silbergrau lackierten Rennsportwagen in seiner ganzen Pracht bewundern. 

Neben mehreren durchaus bemerkenswerten Resultaten in den Jahren 1963 und 1964 verbuchte der Ferrari mit der Nummer 4153 GT seinen zweifellos größten Erfolg mit dem Sieg bei der Tour de France Automobile im September 1964. Auf rund 60 Seiten wird dieser rallyeartige Lauf zur Markenmeisterschaft sehr detailliert beschrieben. 24 Seiten sind der bis in die technischen Einzelheiten gehenden grandiosen farbigen fotografischen Wiedergabe des 4153 GT vorbehalten. Die besondere Stärke des Buchs liegt auch darin, dass Bluemel sich nicht auf die Geschichte dieses einzelnen GTO beschränkt, sondern die Faszination der Markenweltmeisterschaft der Jahre 1963 bis 1965 noch in Erinnerung ruft. Dies war zwar die große Zeit des Ferrari GTO und insbesondere auch der von Sieg zu Sieg fahrenden Ferrari-Prototypen; es war aber auch die Zeit des Einstiegs der Ford Motor Company in die Sportwagenrennen. Bevor nämlich die mächtigen Ford GT nach zwei Jahren des Misserfolgs ab 1966 das Kommando bei den Langstreckenrennen übernahmen, war bereits der Texaner Carroll Shelby mit seinen von Ford-V8-Motoren angetriebenen Shelby Cobra bei den GT-Fahrzeugen gegen die Ferrari GTO angetreten. Insbesondere die Saison 1964 – die auch Gegenstand des vorliegenden Buchs ist – war über alle 12 in der großen GT-Klasse ausgetragenen Rennen ein erbitterter Kampf, den schließlich die GTO nochmals kanpp für sich entscheiden konnten, bevor sie sich 1965 den Shelby Cobra und insbesondere dem Cobra Daytona Coupé geschlagen geben mussten.

So schlägt Bluemel noch einmal dieses begeisternde Kapitel des Automobilsports auf und geht zudem auf die Entwicklung des GTO aus der Ferrari-Baureihe 250 ausführlich ein, wobei er auch die Rolle des "Vaters des GTO", Giotto Bizzarrini, würdigt. Das Buch ist in sechs Abschnitte und insgesamt 20 Kapitel gegliedert; ein Anhang befasst sich mit den dem 4153 GT nachgebildeten Modellautos. 18 inhaltliche Einschübe knappen Umfangs porträtieren die Rennfahrer, die sich am Steuer dieses GTO betätigt hatten, beschreiben einige Rennkurse sowie den Ferrari 250 LM als Mittelmotor-Nachfolgemodell, den Enzo Ferrari vergeblich versucht hatte, als GT homologieren zu lassen. 

Einfach überwältigend ist die Illustration des hervorragend verarbeiteten und auf schwerem Mattglanzpapier gedruckten Buchs. Über 360 Abbildungen, teilweise im großen Format, lassen den Betrachter noch einmal in die Welt der großen Sportwagenrennen der Jahre 1963 bis 1965 eintauchen. Es ist beeindruckend und sicher mit großem Bearbeitungsaufwand verbunden, über 50 Jahre alte Fotos in einer so guten Qualität zu reproduzieren. Actiongeladene Rennaufnahmen, Fotos von technischen Details, stimmungsvolle Bilder vom Rande des Geschehens und die Wiedergabe von Datenblättern fügen sich gelungen zusammen und vermitteln einen einzigartigen Eindruck von einem legendären Rennwagen, der mit seiner aktuellen Wertentwicklung fast alle Rekorde schlagen dürfte. 

Es gibt zahlreiche Bücher über den Ferrari 250 GTO, dieser Band von Keith Bluemel zählt auf jeden Fall zu den besten. 


Ferrari 250 GTO – The autobiography of 4153 GT 
Autor: Keith Bluemel 
Verlag: Porter Press International, GB, 2016 
Format: Hardcover, 24 x 29 cm 
Umfang: 320 Seiten, über 360 Abbildungen 
Text: Englisch Preis: € 74,90 
Erhältlich: www.racingwebshop.de

Rezension Thomas Nehlert: „Hallo Fahrerlager Classic: Nostalgische Geschichten aus der Welt des Automobilsports“ – Autor: Rainer Braun, McKlein Publishing Köln, 2015

Der renommierte Motorsport-Journalist Rainer Braun hat sich in so vielfältiger Weise betätigt, dass man ihn ohne Übertreibung als eine Institution des deutschen Motorsports bezeichnen kann: Er war Rennfahrer, er hat die deutsche Formel V maßgeblich mitbegründet, er hat sich in der Industrie für den Motorsport engagiert und sich an unzähligen Rennstrecken als Streckensprecher betätigt, er hat zahlreiche junge Rennfahrer unterstützt und mit seiner Förderung zu so manch großen Karriere seinen Beitrag geleistet, er hat zahlreiche Bücher verfasst - zum Beispiel über Stefan Bellof, Klaus Ludwig und den Ford-Motorsport - , und er hat in fast allen namhaften MotorsportZeitschriften seit den 1960er Jahren seine Artikel, Kolumnen und kritischen Analysen publiziert. Schließlich sollen auch die unzähligen TV-Übertragungen der unterschiedlichsten Rennserien, die er so unvergleichlich kommentiert hat, nicht unerwähnt bleiben; am besten sind natürlich seine Berichte von der "alten" DTM auf 3sat in Erinnerung. 

Seine überaus beliebte Buchreihe "Hallo Fahrerlager" hat er nach drei Ausgaben im kompakten Format Ende 2015 mit diesem großen Band "Hallo Fahrerlager Classic" gekrönt. In insgesamt zwanzig Kapiteln gibt Rainer Braun wieder seine Hintergrundkenntnisse und Insidererlebnisse preis - immer spannend, zuweilen belustigend, manchmal aber auch nachdenklich machend. Wer kann sich noch an die Mannschaft des früheren Autoherstellers Glas als kleines Werksteam erinnern, wer hat noch die Geschichte des Eiffelland-Teams in der Formel 1 im Kopf, und wer kann noch die Erfolgsgeschichte des Ford Capri RS im Tourenwagensport erzählen? All das ist für Braun kein Problem. Der Leser wird auf beeindruckend vitale Weise in das Renngeschehen vor 40 oder 50 Jahren zurückversetzt. Aber der Autor schwelgt nicht nur in frühen Erinnerungen. Seine Betrachtungen reichen bis in die Gegenwart - sei es die Wiederauferstehung der DTM, an der Braun maßgeblich mitgewirkt hat, oder die Jubiläumsveranstaltung "50 Jahre Formel V" auf dem Norisring im Jahr 2015. Da er in der Formel V von jeher eine ganz entscheidende Rolle gespielt hat, ist es kein Wunder, dass er in diese seinerzeit elementare Nachwuchsklasse des Motorsports einen besonders ausführlichen und ins Detail gehenden Einblick gibt. 

Herrlich sind Rainer Brauns Beschreibungen der teilweise abenteuerlichen Arbeitsplätze für Reporter an den Rennstrecken und der kleinen Belastungsprobe für den Familienfrieden, wenn er ein Wochenende bei Rennübertragungen vor dem Fernseher verbringt. So wie die spannenden und heiteren Begebenheiten zum Motorsport gehören, so muss man aber auch an die tragischen Momente erinnern. Und Rainer Braun macht dies - persönlich sehr betroffen - mit bewegenden und einfühlsamen Worten über Gerhard Mitter, Rolf Stommelen, Harald Ertl, Manfred Winkelhock und Stefan Bellof, um nur einige der Weggefährten zu erwähnen, die er im Laufe eines Lebens im Motorsport verloren hat. 

Der vorliegende Band unterscheidet sich nicht nur in Umfang und Gestaltung von den bisherigen "Hallo Fahrerlager"-Ausgaben, sondern erlaubt aufgrund des großen Formats auch eine erheblich reichhaltigere Illustration erstklassiger Qualität. Braun hat sein eigenes Archiv geöffnet und begeisternde Fotos aus den über 50 Jahren seines Wirkens zutage gefördert. Hier wird tatsächlich vieles erstmals veröffentlicht, und der Betrachter meint die Atmosphäre vergangener Rennen noch einmal zu spüren. Die teilweise großformatigen Fotografien sind in der von McKlein Publishing gewohnten Qualität reproduziert. Das Buch ist bestens verarbeitet und auf hochwertigem Papier gedruckt. 

"Hallo Fahrerlager Classic" ist in zwei unterschiedlichen Ausgaben erhältlich. Neben der Standardausführung gibt es auch die sich mit Sicherheit zu einem Sammlerstück entwickelnde "Edition 500", die vom Autor signiert und auf 500 Exemplare limitiert sowie durch einen Schuber geschützt ist.

Thomas Nehlert

Hallo Fahrerlager Classic – Nostalgische Geschichten aus der Welt des Automobilsports

Autor: Rainer Braun
Verlag: McKlein Publishing, Köln, 2015
Format: Hardcover, 28 x 24 cm
Umfang: 288 Seiten, über 400 Abbildungen
Text: Deutsch Preis: € 59,90
Edition 500: € 89,90
Vertrieb: Überall im Buchhandel und über RacingWebShop.com

Rezension Thomas Nehlert "Porsche 911 – The Ultimate Sportscar as Cultural Icon" - Autor: Ulf Poschardt, Die Gestalten Verlag Berlin, 2017

Wenn es ein Automobil gibt, dass zu diesem Blog "Buch, Kultur und Lifestyle" passt, dann ist es der Porsche 911. In seiner nun mehr als fünfzigjährigen Existenz hat sich dieser Sportwagen tatsächlich zu einem Kulturgut entwickelt. Sein formales und technisches Konzept scheint unsterblich zu sein. Kein anderes Auto hat eine derart stringente und kontinuierliche Entwicklung erlebt und ist dabei sich selbst so treu geblieben wie der Elfer. Gewiss haben zum Beispiel BMW 3er und Mercedes E-Klasse ebenfalls eine beeindruckende Modellhistorie aufzuweisen, und den traumhaften Ferrari 488 GTB kann man mit etwas Großzügigkeit auch als vorläufigen Höhepunkt der dem Dino der 1960er Jahre entspringenden Baureihe ansehen. Aber all diese Produkte haben im Laufe der Zeit Stilbrüche und Charakterverschiebungen erlebt – der Porsche 911 war, ist und bleibt immer ein Elfer. Er ist wohl das einzige Auto, das in seiner Fortentwicklung seine eigenen Entwicklungsingenieure, seine Kunden und seine Fans überleben wird. Wer einen Audi, BMW oder Mercedes steuert, wer einen VW, Opel oder Ford fährt, der wird bei all diesen zweifellos guten Autos bemerkenswerte Unterschiede wahrnehmen, aber eben auch feststellen, dass sie sich in vielen Eigenschaften auch sehr ähneln. Beim Porsche 911 ist das anders, dieser Sportwagen sieht nicht nur anders aus, er fährt auch anders, er verhält sich anders – er ist schlicht einzigartig. 

Es ist kein Wunder, dass es über eine automobile Ikone wie den 911 unzählige Bücher gibt, nämlich rund 200 Titel. Dabei ist es ein fast aussichtsloses Unterfangen, das umfassende und alle Varianten, Entwicklungen, technische Daten und Motorsporteinsätze berücksichtigende Werk zu erstellen. Denn spätestens ein Jahr nach Erscheinen ist so ein Buch überholt, weil nämlich Porsche die Fortentwicklung des 911 und die Baureihenerweiterung in einem solchen Tempo betreibt, dass die Literatur damit nicht Schritt halten kann. Selbst solche „911-Bibeln“ wie die Bücher von Paul Frère/Tony Dron, Tobias Aichele oder Jörg Austen haben ihr „Verfallsdatum“ ganz schnell überschritten. Wenn ein Autor noch einen Band über den 911 verfassen will, dann muss er sich einer anderen Herangehensweise bedienen. Ein derartiges „anderes“ Porsche-911-Buch ist die vorliegende Publikation von Ulf Poschardt. 

Ulf Poschardt ist seit 2016 Chefredakteur der „Welt“. Er ist ein Vollblutjournalist, der in erster Linie über politische und gesellschaftspolitische Themen schreibt, interessant und – journalistisch selbstverständlich – zuweilen auch polarisierend. Poschardt ist auch Urheber des Autoblogs „PS Welt“. Und er ist bekennender Porsche-Fan und Porsche-Fahrer, er liebt den 911. So war es nur konsequent, dass er zum 50. Geburtstag der Stuttgarter Sportwagenlegende 2013 ein Buch über den Elfer schrieb. Das war ein schlicht gestalteter, von den Abmessungen her kleiner Band mit dem Titel "911". Kein Buch voller technischer Daten, keine detaillierte Typologie – vielmehr ein an der Entwicklungsgeschichte ausgerichtetes Bekenntnis zu Deutschlands bemerkenswertestem Automobil. 2017 gibt es die englische Ausgabe dieses Buchs. Das ist aber viel mehr als nur ein in eine andere Sprache übertragenes Druckwerk, es ist ein in Layout und Gestaltung vollständig neues Buch. Entsprach die deutsche Ausgabe in ihrer reduzierten Form eher dem Ur-Elfer von 1963 bis 1972, so ist das vom Berliner Verlag "Die Gestalten" herausgegebene englische Pendant formal eher ein Elfer der Baureihe 993, auf Chic und Kraft bedacht, aber doch nicht so raumgreifend wie die aktuelle Serie des 991. 

Nach zwei Abschnitten, die sich mit dem Lebenswerk Ferdinand Porsches und der Unternehmensgeschichte bis zum 356 befassen, folgen sieben Kapitel zum 911 – für jede Modellgeneration eines. Vom Urelfer über das G-Modell, den 964 und den 993 bis zu den wassergekühlten 996, 997 und 991, wobei hervorzuheben ist, dass sogar schon die Baureihe 991-2 berücksichtigt wird. Der Autor berichtet in zwei Strängen: da ist zunächst einmal die Darstellung der unterschiedlichen 911-Modelle mit interessanten Überlegungen zur jeweiligen Entwicklung, da ist aber zusätzlich auch ein Eintauchen in die Welt der Porsche-Fahrer in ihrer ganzen Vielschichtigkeit. Gerade insoweit ist der Band viel mehr als ein Autobuch, er wird zu einem – wenn auch begrenzten – Spiegelbild der Gesellschaft mit all ihren Wünschen, Schwächen und Eitelkeiten über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren. Wer ist nicht alles der Faszination des Elfers verfallen – Herbert von Karajan, Udo Lindenberg, Reinhard Mey, Justus Franz, Jerry Seinfeld, Magnus Walker, Steve McQueen, Iris Berben, aber auch Boris Johnson oder gar Andreas Baader. Bei einigen ging die Liebe zum Elfer so weit, dass sie gleich zu Markenbotschaftern von Porsche wurden wie Richy Müller, oder gar an der Entwicklung des 911 maßgeblich mitwirkten wie Walter Röhrl. Und so lange wie der 911 inzwischen gebaut wird, ist er inzwischen auch Bestandteil ganzer Familiengeschichten, wenn sich die Begeisterung der Väter auf die Söhne und auch Töchter übertrug. Deshalb ist es auch keine Übertreibung, wenn der Autor als Untertitel des Buchs die Bezeichnung "The Ultimate Sportscar as Cultural Icon" gewählt hat.

So lesen sich nicht nur die teilweise essayistischen Texte spannend, informativ, unterhaltsam und abwechslungsreich, es begeistert zusätzlich die Illustration des Buchs. Mit rund 135 Fotografien ist sie von der Quantität her maßvoll, umso prachtvoller ist die Qualität. Das Spektrum der Abbildungen reicht von Reproduktionen aus Prospekten über Sequenzen aus dem Porsche-Motorsport und die Darstellung einiger prominenter Porsche-Kunden mit ihren Fahrzeugen bis zu hervorragenden Aufnahmen der Silhouetten der verschiedenen Entwicklungsstufen. Insbesondere diese Bilder ermöglichen einen interessanten Vergleich des Porsche-Designs in den jeweiligen Epochen. Für mich ganz persönlich – wie übrigens offenbar auch für Ulf Poschardt – gibt es keinen schöneren Elfer als die letzte Baureihe des so genannten G-Modells: Porsche 911 Carrera 3.2 Coupé – der "goldene Schnitt" des Porsche schlechthin. 

Das Layout des Buchs ist überaus gelungen, die Verarbeitung und die ungewöhnliche und angenehme Haptik überzeugen genauso wie Druck und Bildreproduktion auf wertvollem Papier. Sicherlich kein Buch für den reinen Technik- und Statistik-Liebhaber, aber ein Buch, das die Idee und den Geist des Porsche 911 wahrhaft erfasst und schon deshalb selbst bei den alteingesessenen so genannten "gusseisernen" Porsche-Fans Gefallen finden sollte. 

Übrigens ist neben dieser repräsentativen englischen auch die schlichter gestaltete deutsche Ausgabe weiterhin erhältlich. 


Porsche 911 – The Ultimate Sportscar as Cultural Icon 
Autor: Ulf Poschardt 
Verlag: Die Gestalten Verlag GmbH, Berlin, 2017
Format: Hardcover, 21,5 x 26,5 cm 
Umfang: 240 Seiten, 137 Abbildungen 
Text: Englisch Preis: € 35,-- 
Überall im Handel erhältlich 
Deutsche Ausgabe im Klett-Cotta-Verlag, 2013, 
296 Seiten, 12 x 20 cm, Preis € 22,95

Rezension Thomas Nehlert: "Jeff Gordon – His Dream, Drive & Destiny" – Autor: Joe Garner, Jeff Gordon Inc., 2016

Mit vier Meisterschaftstiteln, 93 Rennsiegen und 805 Starts zählt Jeff Gordon zu den vier erfolgreichsten Rennfahrern des NASCAR Cups. Sein Rücktritt vom Rennsport hinterlässt eine Lücke, die nicht einmal von seinem Freund, dem inzwischen siebenmaligen Titelträger Jimmie Johnson, vollkommen ausgefüllt wird. Denn Gordons Bedeutung und Verdienst gehen weit über seine Karriere als Racecar Driver hinaus. Sein viele Millionen Dollar schweres soziales Engagement für krebskranke Kinder und bedürftige ältere Menschen in den USA und für das Center for Global Cancer Medicine in der dritten Welt kennzeichnet ihn als einen weltoffenen Amerikaner mit Blick weit über die eigenen Grenzen hinaus, der im besten Sinne "open minded" und ohne Übertreibung eine echte Lichtgestalt ist.

Aus Anlass des Endes seiner Rennfahrerkarriere hat der namhafte Journalist der "New York Times", Joe Garner, diese Biografie verfasst. Garner konnte dabei auf eine sehr vertrauensvolle Unterstützung durch Gordon bauen, so dass dieses Buch die einzige von dem aus Kalifornien stammenden Rennfahrer autorisierte Biografie ist, die auch erkennbar seinen persönlichen Einfluss erkennen lässt. Das Vorwort stammt von Tom Cruise, einem bekennenden NASCAR-Fan, der in dem legendären Film "Days of Thunder" die tragende Rolle des Rennfahrers Cole Trickle gespielt hatte. Einer von Jeff Gordon selbst verfassten Einführung folgen 14 Kapitel, die den Lebensweg und die Laufbahn von Jeff Gordon voller Details und überaus spannend dokumentieren. 

 Jeff Gorden
Foto: Thomas Nehlert
Das fängt bei der Kindheit Gordons und den schwierigen Umständen im Haus seines leiblichen Vaters - dem er übrigens äußerlich wie aus dem Gesicht geschnitten ähnelt - an und setzt sich über die Entwicklung bei seinem Stiefvater John Bickford und seiner Mutter Carol Gordon fort. Bickford unterstützte Gordons motorsportliche Ambitionen von früher Kindheit an. Ausführlich wird sein Aufstieg von den Quarter Midgets über die Sprint Cars und die Midgets beschrieben. Schon als Fünfjähriger konnte Jeff seine ersten Rennsiege erzielen, im zarten Alter von acht Jahren gewann er die nationale Meisterschaft der Quarter Midgets. Es folgte der Aufstieg in die Busch Series, die quasi als zweite Liga der NASCAR Stock Car Rennen anzusehen war. Im Ford-Team von Bill Davis gelangte er auch dort schnell zu Ruhm, bevor er zur Saison 1993 zu Hendrick Motorsports wechselte und fortan mit seinem Crewchief Ray Evernham im Chevrolet der NASCAR Cup Series für Jahre seinen Stempel aufdrückte. 1995, 1996, 1998 und 2001 wurde Gordon Meister. Anschließend verpasste er das Ziel weiterer Titelgewinne aus den unterschiedlichsten Gründen, u.a. aber auch aufgrund des 2004 eingeführten Chase-Systems, das das über eine gesamte Saison erbrachte Leistungsbild zuweilen auf den Kopf stellt. Ausführlich wird auch Gordons letzte volle Rennsaison 2015 mit all ihren emotionalen Höhepunkten bis zu seinem letzten Sieg in Martinsville und dem berührenden Festakt auf der NASCARJahresabschlussfeier beschrieben. Zudem erfährt Gordons von fast beispielloser Großzügigkeit geprägtes soziales Engagement, das ihm den höchsten Respekt der US-Präsidenten Clinton und Obama einbrachte, eine angemessene Würdigung. 

Joe Garner geht nicht nur auf die Rennen von Gordon ein, sondern auch sehr ausführlich auf das Hintergrundgeschehen. So erfährt man die Motive und Gründe für den Wechsel zu Hendrick Motorsports und über Gordons Emotionen in diesem Zusammenhang. Ebenfalls werden die Überlegungen zur Auswahl der Ray Evernham nachfolgenden Crewchiefs beschrieben. Man erhält auch einen Einblick in den durch Gordon geförderten Aufstieg Jimmie Johnsons. Und schließlich erfährt der Leser auch sehr deutlich und nachvollziehbar, welche Erwägungen zum Karriereende Gordons als Rennfahrer führten. Dabei kommt durchgehend auch Jeff Gordon selbst zu Wort, so dass sich das Buch fast als Autobiografie des Kaliforniers liest und ein kaum zu übertreffendes Maß an Authentizität vermittelt. Inhaltlich endet das Buch auf dem Stand von Dezember 2015, so dass natürlich die acht Rennen, in denen Gordon 2016 noch einmal in Vertretung des erkrankten Dale Earnhardt Jr. ins Lenkrad griff, keine Berücksichtigung mehr finden konnten. Übrigens ist das Buch auch aus anderem Grund nicht mehr ganz aktuell, denn Jeff Gordon fügte seinen zahlreichen Erfolgen Ende Januar 2017 zusammen mit drei anderen Piloten noch einen Triumph bei den 24 Stunden von Daytona hinzu, die er mit einem Cadillac-Prototypen für sich entscheiden konnte.

In den unzähligen Gesprächen mit dem Autor hat sich Gordon sogar auch zu seinen privaten und familiären Verhältnissen geöffnet. Man erfährt zahlreiche Einzelheiten über sein Elternhaus, über die schwerwiegenden Probleme in seiner ersten Ehe, die unschönen Umstände seiner Scheidung und das erkennbare Glück, das er seit Jahren mit seiner zweiten Ehefrau, der Belgierin Ingrid Vandebosch, gefunden hat. Und deren zwei Kinder Ella und Leo sind nicht nur der ganze Stolz der Eltern, sondern auch – wie in den USA üblich – häufig Bestandteil der öffentlichen Auftritte Jeff Gordons. 

Ich habe selten eine Biografie gelesen, die einen so tiefgehenden Einblick in die Karriere und das Privatleben eines berühmten Rennfahrers gewährt. Garner versteht es bestens, durch flüssige Schreibweise und spannende Aufbereitung den Leser so mitzureißen, dass man die knapp 200 Seiten des Buchs nach Möglichkeit in einem Zug durchliest. Den inhaltlichen Abschluss des Buchs bildet eine persönliche Beschreibung der zehn Lieblingsrennstrecken Gordons. 

Das Layout des Bandes finde ich persönlich sehr gelungen, die Verarbeitung ist gut, das hochwertige Mattglanzpapier bildet eine hervorragende Grundlage für die einwandfreie Reproduktion der insgesamt etwas über 260 Fotos. 18 Aufnahmen, darunter einige eindrucksvolle Porträtbilder, sind ganzseitig, zahlreiche Ablichtungen sind allerdings auch in sehr kleinem Format gehalten. Dabei ist aber auch Folgendes zu berücksichtigen: Es war erkennbar ein Anliegen Jeff Gordons, der auch mit einer eigenen Gesellschaft Herausgeber des Buchs ist, eine Biografie zu präsentieren, die sich schon aufgrund des günstigen Preises jeder Fan leisten kann. Das sollte eben kein gewaltiger Luxusband werden, sondern eine im DIN A4 Format wirklich ausreichend große Dokumentation seiner Laufbahn mit eindeutigem Schwerpunkt auf der Textwiedergabe. Dies ist in vollem Umfang gelungen, selbst wenn eine zumindest auf Gordons wesentliche Erfolge beschränkte Rennstatistik fehlt.

Thomas Nehlert

Jeff Gordon – His Dream, Drive & Destiny 
Autor: Joe Garner 
Verlag: Jeff Gordon Inc., 2016 
Format: Hardcover, 21 x 29 cm 
Umfang: 192 Seiten, über 260 Abbildungen 
Text: Englisch Preis: € 36,45 
Vertrieb: Bei den großen internationalen Online-Buchhändlern

Rezension Peter J. König: Porsche 928- Alle Modelle von 1977 bis 1995- Brian Long-Delius Klasing

Wer kennt ihn nicht den großen Bruder des Porsche 911, der als Modell 928 einst geplant war, um das erste Kult-Modell der Porsche Familie abzulösen. Mit seinen wassergekühlten V8 Motoren und seiner innovativen Technik wagte das Haus Porsche einen beachtlichen Schritt vom luftgekühlten 6 Zylinder Sportwagen hin zu einem komfortablen, dabei nicht minder sportlichen Gran Turismo. Dieser bot nicht nur mehr Platz, sondern sein Antriebsaggregat arbeitet nicht mehr wie beim 911er im Heck, der neu entwickelte Motor mit seinen 8 Zylindern ist unter der Fronthaube eingebaut. 

Der Porsche 928 ist ein komplett neu konstruiertes Fahrzeug, sowohl was den Motor betrifft, als auch seine Karosserie und sein Antriebssystem. Die Karosserie hat sich entfernt von der Bauart des alten englischen Sportwagens. Gemäß dem Zeitgeist in der Mitte der 1970iger Jahre, der erste 928er kam 1975 auf den Markt, wollte Porsche ein Zukunftsmodell anbieten, das sowohl bequem als auch sportlich ist, um so die Nachfolge des reinen Sportlers 911 zu sichern. Technische Innovation spielte dabei die wohl bedeutendste Rolle, aber auch das Design sowohl außen als auch innen sollten im Sportwagenbau neue Maßstäbe setzen. 

Dazu diente auch technisch das neu verwendete Transaxle-Prinzip, eine Innovation beim Antriebssystem, wo die Gewichtsverlagerung auf beide Achsen zu je 50% erreicht wurde, indem das schwere Gewicht des 8 Zylinder Motors auf der Vorderachse ruhte, während das Getriebe unmittelbar vor der hinteren Antriebsachse positioniert war. Neben der innovativen Technik ging es den Konstrukteuren von Porsche ebenso darum das Modell 928 absolut mit allem Neuen vorzustellen, was die farblichen Lackierungen, sowohl in der Serie als auch an Sonderfarben möglich war, zudem die Innenausstattungen modern und zeitgemäß zu gestalten, auch bei den Materialien. So kam ein neuer Porsche zustande, der nicht nur in Deutschland und Europa begeistern sollte, sondern der auch ganz speziell den US-Markt im Auge hatte. 

Natürlich war es eine große Umstellung für die eingefleischten 911er-Fans, vom reinrassigen Sportwagen auf ein Komfort-Modell umzusteigen, das zwar auch absolut sportliche Gene in sich trug, nach außen aber doch mehr den Stil des noblen Gran Turismo verkörpert hat. Viele 911er-Fahrer haben diesen Schritt nicht mitgemacht und sind ihrem Idol treu geblieben. Entscheidend neue Käuferschichten konnten nicht gewonnen werden, so dass die Geschäftsleitung von Porsche entschied, den Bau des 928 im Jahre 1995 einzustellen, nach 20 Jahren in denen dieses Modell doch immer wieder weiterentwickelt wurde. 

Deshalb gilt der 928er bei den Fachleuten auch als ein "Verkanntes Genie". Nun wurde die ganze Ingenieurskunst und das gesammelte Know-how erneut auf die Weiterentwicklung des Porsche 911 konzentriert, zur Freude seiner eingeschworenen Käuferschicht und Fan-Gemeinde und wie sich später herausstellte auch zu einem maximalen wirtschaftlichen Erfolg, der bis heute anhält.

Brian Long, Porsche-Kenner und Autor dieses beeindruckenden Bildbandes: "Porsche 928 Alle Modelle von 1977 bis 1995" hat sehr informativ die Entwicklung dieses Boliden textlich nachgezeichnet und auch mit Hilfe großartiger Aufnahmen dem Leser dieses Ausnahme-Fahrzeug visuell nahe gebracht. Dabei ist er sowohl auf die Anfänge der Modell-Entwicklung genau eingegangen und hat dann sehr detailliert dargelegt, welche Modifikationsstufen der Porsche 928 genommen hat. Zweifellos wird hier ein Stück exklusiver Automobil-Geschichte vorgestellt und damit der Leser bereits jetzt einen ersten Eindruck gewinnt jetzt einige Auszüge aus dem Inhaltsverzeichnis: 

1. Eine kleine Porsche-Geschichte
2. Das Konzept 928 
3. Die frühen Produktionsmodelle
4. Der 928 S 
5. Die Serie 2
6. Der 928 S4 
7. Das Ende des 928

Anhang 1: Modelldetails  
Anhang 2: Motor-Spezifikationen 
Anhang 3: Codes der Kraftübertragungen 
Anhang 4: Fahrgestellnummern 

Wie immer hat der Delius Klasing Verlag einen Bildband auf den Weg gebracht, der nicht nur maximal informativ ist, durch seine wunderbare optische Gestaltung ist er eine Freude für jeden Freund ausgefallener Automobile. Für die Anhängerschar des Sportwagenbauers Porsche allerdings ist dieses Buch eine bibliophile Bereicherung und wer etwa noch einen 928er zuhause in der Garage stehen hat, wird entzückt sein über ein solches Kleinod. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

Überall im Handel erhältlich

Onlinebestellung:  Delius Klasing oder Amazon

Rezension Thomas Nehlert: „Das Phänomen NASCAR“ und „Das Phänomen NASCAR 2“ - Autor: Pete Fink, Eigenverlag Pete Fink, München, 2012 und 2015

Der amerikanische Motorsport unterscheidet sich grundsätzlich vom europäischen. Spielen bei uns die Formel 1 und die Touren- und Sportwagen mit Rennen auf Rund- und Straßenstrecken die wichtigste Rolle, so interessieren sich die US-Amerikaner vornehmlich für die Läufe der NASCAR Cup Series mit Stock Cars von 750 bis 800 PS auf Ovalkursen. Es wäre auch falsch, diese Form des Autosports als primitives „Fahren im Kreis“ abzutun. Die Leistungsanforderungen an die Fahrer liegen hoch, was nicht zuletzt durch die sehr dürftigen Ergebnisse belegt wird, die von Fahrern aus anderen Motorsportformen erzielt wurden. Nur beispielhaft seien hier Jacques Villeneuve und Juan-Pablo Montoya erwähnt. 

Wer sich mit den Rennen der NASCAR Series einmal genauer befasst hat, kommt von diesen Veranstaltungen kaum noch los. Nicht weniger als jährlich 36 Rennen mit jeweils 40 Teilnehmern umfasst die Meisterschaft, die in einem Play-Off-System in den letzten zehn Rennen entschieden wird. Nur zweimal treten die gewaltigen Fahrzeuge außerhalb von Ovalstrecken an, nämlich in Sonoma in Kalifornien und in Watkins Glen nicht weit von New York. Die Rennen sind im Grunde Langstreckenläufe mit Distanzen von 250 bis zu 600 Meilen. 

 #Rezensent_mit_JeffGordon_Atlanta_2014
Die hier vorgestellten Bücher sind zur Zeit die einzige deutschsprachige Literatur über den faszinierenden Sport mit Stock Cars. Pete Fink, Spezialist für den amerikanischen Motorsport und Kommentator bei zahlreichen Fernsehübertragungen der NASCAR-Serie, hat mit seinen beiden Bänden wirklich eine Pflichtlektüre für die stetig wachsende NASCAR-Fangemeinde verfasst. Im ersten Band beschreibt Fink die Geschichte der NASCAR in 20 Kapiteln so detailreich, so tiefgründig und doch so unterhaltsam, dass man die 400 Seiten am liebsten gleich in einem Zug durchlesen möchte. 

Die Stock Car Rennen hatten ihre Wurzeln in den Verfolgungsjagden, die sich die Schmuggler des zur Zeit der Prohibition des nachts in North und South Carolina schwarz gebrannten Whiskys mit der Polizei geliefert hatten. Diese "Bootlegger" benötigten für den Transport des sogenannten "Moonshine" immer stärkere Limousinen. Es ist unglaublich, wie viele Hintergrundgeschichten, Fahrerbiografien und Rennverläufe nachgezeichnet werden. Die Entstehung der Stockcar-Rennen ist zugleich ein hoch interessanter Teil amerikanischer Geschichte, und die Darstellung der Entwicklung und des Wachstums dieses Motorsports macht deutlich, dass NASCAR in dieser Art und in diesem Umfeld so nur in den Vereinigten Staaten möglich war und ist. Im ersten Band wird die NASCAR-Historie sehr pointiert und fesselnd bis zum Ende der Saison 2011 erzählt - von Junior Johnson über Richard Petty und David Pearson, Dale Earnhardt und Darrell Waltrip, Jeff Gordon und Jimmy Johnson bis zu Dale Earnhardt Junior und Tony Stewart - von der Markenvielfalt am Anfang über das Auftreten der großen Werke bis zur heutigen Zeit der großen und teilweise schon legendären Teams. Da bleibt keine Frage unbeantwortet und selbst der interessierte NASCAR-Fan erfährt mit Sicherheit noch viel Neues. 

Das Buch "Das Phänomen NASCAR 2" schließt nahtlos an den ersten Band an. Der Leser wird in 18 Kapiteln auf wiederum 400 Seiten durch die Jahre 2012 bis 2014 geführt und erfährt erneut unzählige Details und Hintergrundgeschichten bis hin zum Titelgewinn Kevin Harvicks. Einzelne Kapitel widmen sich Danica Patrick, Brad Keselowski, Mark Martin und natürlich Jimmie Johnson, der 2016 seinen siebten Titel erringen konnte. Fink schreibt auch über die vielversprechenden Nachwuchstalente, die Nationwide Series - die nun Xfinity Series heißt - als zweiter Liga und die Camping World Truck Series. Ausführlich wird auch auf die technischen Aspekte wie das Gen6 Car eingegangen. Ebenso fehlt es nicht an einer in die Tiefe gehenden Darstellung des nicht ganz unumstrittenen neuen Chase-Formats im Play-Off-Stil. 

Von ganz besonderem Reiz ist das Kapitel über die Entwicklung der NASCAR-Übertragungen im deutschsprachigen Fernsehen. Für viele Leser der Höhepunkt dürften aber 30 Seiten mit wertvollen Tipps und Ratschlägen für Reisen in die USA zu den NASCAR-Rennen sein. Hier hat der Münchner Autor viel Wissen und Erfahrung zusammengetragen, so dass einem Ausflug zu einem oder mehreren Stock Car Rennen kaum noch etwas im Wege stehen sollte; denn so sehr die Live-Übertragungen auf MotorvisionTV auch begeistern, nichts kann das unmittelbare Erlebnis eines NASCAR-Rennens vor Ort ersetzen. 

 #Start_Bristol_NightRace_2014
In diesem Zusammenhang sei besonders auf das erste Kapitel im ersten Band hingewiesen, in dem Pete Fink seinen Eindruck von dem schier unglaublichen Halbmeilen-Oval in Bristol im Bergland von Tennessee beschreibt. Ein von hohen Tribünen vollkommen umschlossenes Oval mit etwa 165.000 Plätzen - wenn dort beim Start von vierzig V8-Stock-Cars unter ohrenbetäubendem Lärm die Luft und sogar der Boden in Schwingungen geraten, wenn dieses Fahrzeugfeld auf einem nur 800 m langen Kurs 500 Runden unter Flutlicht in Angriff nimmt, dann wird dem Zuschauer bewusst, dass eine Steigerung motorsportlicher Faszination nicht denkbar ist. Ich weiß es, denn ich war selbst einmal da. 

Abgerundet werden beide Bücher jeweils durch einen 32seitigen abwechslungsreichen Bildteil mit 60 bis 70 Fotos, die aber nur eine Ergänzung des von Begeisterung und Kompetenz getragenen Textes sind. Beide Bände sind im Buchhandel zu erwerben; empfehlenswert ist aber auch eine Bestellung über die Website von Pete Fink, weil man dann die Bücher auf Wunsch auch vom Autor handsigniert bekommt.

Thomas Nehlert

Autor: Pete Fink 
Verlag: Pete Fink, 2012 und 2016 
Format: Hardcover, 15,5 x 23,5 cm 
Umfang: jeweils 400 Seiten Text und 32 Seiten mit 60-70 Fotos 
Text: Deutsch 
Preis: je € 34,95 
Vertrieb: Überall im Buchhandel und
info@pete-fink.com 
Fotos: Archiv Thomas Nehlert



Rezension Thomas Nehlert: "Route 66 – Reisen auf der berühmtesten Straße der USA" – Autor und Fotograf: Freddy Langer, Knesebeck Verlag München, 2016

Das ist kein Reiseführer und auch keiner der üblichen Bildbände. Dieses Buch enthält keine Straßenkarten und keine Hotellisten. Und dennoch erfährt der Leser sehr viel mehr über diese Straße und über die USA als in den meisten anderen so zahlreichen und sich häufig wiederholenden Veröffentlichungen über die Route 66. Der Autor und Fotograf Freddy Langer hat diese legendäre Straße nicht nur in voller Länge befahren, er hat auch an ihr gelebt. Und er hat Geist und Seele dieser Verbindung von Chicago nach Los Angeles aufgesogen und gibt seine Eindrücke nun sehr plastisch und authentisch wieder. 

Durch acht Bundesstaaten führt die Route, und Staat für Staat - Illinois, Missouri, Kansas, Oklahoma, Texas, Neu Mexiko, Arizona und Kalifornien - erfahren wir durch essayistisch verfasste Begebenheiten und Begegnungen, was eine Reise dieser Art so interessant und faszinierend macht. Denn Freddy Langer gibt nicht nur wieder, was er gesehen und erlebt hat; vielmehr lässt er die Menschen, die an dieser Straße leben und dort auch ihrem Beruf nachgehen, zu Wort kommen: die Bedienung in einem Restaurant, den MotelBetreiber, den Tankstellen-Pächter, den Biker, den Besitzer eines Food Markets und einfach auch zahlreiche Anwohner. Diese sehr vielschichtigen großen und kleinen Persönlichkeiten geben der Straße ihre Prägung. Ihre Erfahrungen, Enttäuschungen und Wünsche sind eingebettet in Langers fast beiläufig und doch so eindrucksvoll wiedergegebene Geschichte der Route 66 und der USA. Der Leser kann so den Traum dieses großen Landes nachvollziehen, der aber zu oft auf ganz unterschiedliche Weise unerfüllt blieb und gerade in diesen Tagen ein zutiefst gespaltenes Land hinterlassen hat. In der Konsequenz führen Langers Überlegungen dennoch nicht zu einem Verzweifeln, sondern auf sehr realistische Weise zu einem immer wieder neuen Hoffen. Das liest sich alles so spannend, dass man überhaupt nicht aufhört, mit dem Autor weiterzufahren, sich immer wieder neue Geschichten und Erfahrungen zu vergegenwärtigen - bis man schließlich am Santa Monica Pier in LA ankommt. 

Aber Langer lässt denjenigen, der auch ein paar praktische Ratschläge für seine Reiseplanung sucht, nicht allein. Auf acht Seiten am Ende des Buchs fasst er unter dem Titel "Gas, Food, Lodging" seine Empfehlungen für die Gestaltung der Reise-Etappen zusammen und weist auf besonders interessante Restaurants und Diner sowie Unterkunftsmöglichkeiten hin. Zudem gibt er einen überaus hilfreichen Hinweis auf weitere - aus den USA stammende - Reiseliteratur. 

Der Autor hat nicht nur seine Reisegeschichte wunderbar aufgezeichnet, er liefert auch einzigartige fotografische Impressionen. Der Band enthält 222 Fotografien, davon 35 doppelseitig und 46 ganzseitig. Das sind nicht die üblichen Abbildungen grandioser Landschaften, es sind großartige Fotos vom Rand der Straße, teilweise von Kleinigkeiten, die das Land, seine Menschen und seine zuweilen traurigen Entwicklungen berührend wiedergeben. Durch die gekonnte Bildbearbeitung werden die Fotos nicht verfälscht, vielmehr wird ihre jeweilige Aussage deutlich verstärkt, und doch sind es alles schlicht schöne, teilweise fast gemalt wirkende Bilder. 

Freddy Langer, unübersehbar liebt er dieses Land und dokumentiert dies auch in dieser Beschreibung einer Straße, die vielmehr ist als bloße Straße, nämlich ein lange vernachlässigtes und nun wiederbelebtes Kulturgut, das einem auch die großen Schwächen dieses Landes vor Augen führt. Unabhängig davon, wie man zu den Vereinigten Staaten steht, mit diesem Buch erfährt man sehr viel über dieses große Land und bekommt fast zwangsläufig Lust, es auf dieser Route 66 zu erkunden. 



Route 66 – Reisen auf der berühmtesten Straße der USA 

Autor: Freddy Langer 
Verlag: Knesebeck Verlag, München, 2016 
Format: Hardcover, 21 x 26 cm 
Umfang: 224 Seiten, 222 Abbildungen 
Text: Deutsch 
Preis: € 34,95 
ISBN: 978-3-86873-986-2 
Vertrieb: Überall im Buchhande

Rezension Thomas Nehlert: „Peter Falk – 33 Jahre Porsche – Rennsport und Entwicklung, Menschen, Autos, Geschichten “ – Autoren: Peter Falk, Wilfried Müller, Verlag McKlein Publishing, 2016

Bei keinem anderen Unternehmen haben sich die Namen und die Leistungen der führenden Ingenieure und Techniker auch den Fans der Marke so eingeprägt wie bei Porsche. Das hat mehrere Ursachen. Zum einen war Porsche bis vor nicht allzu langer Zeit ein relativ kleiner Hersteller mit wortwörtlich familiärem Charakter, zum anderen begünstigte das ununterbrochene Engagement im Automobilsport mit seinen besonderen Herausforderungen eine Ingenieursgeneration, die neben überragender fachlicher Kompetenz von überdurchschnittlichem Teamgeist und gesundem Ehrgeiz in der sportlichen Auseinandersetzung geprägt war. Vom Firmengründer Ferdinand Porsche bis zu den Vätern des aktuell siegreichen Porsche 919 Hybrid ziehen sich diese Eigenschaften wie ein roter Faden durch die Firmengeschichte. 

Bei näherer Befassung mit diesem Thema stellt man fest, dass aus der Gilde der großen Konstrukteure bei Porsche einer herausragt, der in seinem Auftreten und seinem Verhalten um sich selbst kein großes Aufhebens macht und für das Stuttgarter Unternehmen doch so viel geleistet hat: Peter Falk. Deshalb war es wirklich an der Zeit, dass sein Wirken für Porsche einmal in einem Buch seinen Niederschlag findet. McKlein Publishing in Köln legt hier in der "Edition Porsche Museum" eine umfangreiche Biografie vor, die für jeden Motorsport- und Porsche-Interessierten nicht nur Pflichtlektüre ist, sondern eine reine Freude darstellt. Schnell erkennt der Leser nämlich, was Peter Falk als Ausnahmeerscheinung kennzeichnet: Natürlich ist er ein großer Ingenieur mit gewaltigen Verdiensten besonders in den Bereichen Fahrwerksentwicklung und Fahrversuch; er ist aber auch ein brillanter Rennstratege und Rennleiter, er ist eine Führungspersönlichkeit, die in ihrer ruhigen und bestimmten sowie beispielgebenden Art die Mitarbeiter mitnimmt und motiviert; und er ist – das hebt ihn endgültig von anderen Berufskollegen ab – tatsächlich in der Lage, alle Rennwagen, an deren Konstruktion er beteiligt war, selbst bis in den Grenzbereich zu fahren! Er hat sie auch alle – mit Ausnahme des anfangs tückischen 917 – gefahren. 

Das Buch ist in sieben Abschnitte gegliedert, die sowohl nach Themen als auch chronologisch geordnet sind. Das erste Kapitel trägt die Überschrift "33 Jahre, drei Monate, drei Wochen und drei Tage" und gibt auf rund einhundert Seiten im Wesentlichen Peter Falks Blick auf Porsche im Kontext seiner beruflichen Laufbahn wieder. Zunächst wird seine Jugend gestreift: Grundschule, Humanistisches Gymnasium, Lehre bei DaimlerBenz, Studium des Maschinenbaus mit abschließendem Diplom. So waren bei Falk nicht nur die Voraussetzungen für eine Laufbahn als Diplomingenieur gelegt, sondern auch die Grundlagen für eine hohe Allgemeinbildung geschaffen, die ihn Zeit seines Lebens weit über den Tellerrand seines eigenen Berufsfeldes hinausblicken lassen. Seine Bewerbung bei Porsche war auf Anhieb erfolgreich, und so startete er Ende 1959 im Bereich Fahrwerksentwicklung und Fahrversuch, was auch genau seinen besonderen Interessen entsprach. 

Der Text des Buchs ist das Produkt einer Vielzahl von sehr langen Gesprächen, die der Autor Wilfried Müller mit Peter Falk geführt hatte. Durch ein unterschiedliches Schriftbild wird verdeutlicht, wann der Autor selbst biografische Ausführungen macht und wann Peter Falk im Originalton zu Wort kommt. Diese Form der Biografie liest sich nicht nur leicht und abwechslungsreich, sie führt auch zu einer bemerkenswerten Authentizität. 

Peter Falk war sowohl für zahlreiche Rennwagen als auch für die Entwicklung der Straßensportwagen von Porsche mitverantwortlich. Er begleitete und mitgestaltete die gesamte Entwicklung des 911 bis zur letzten luftgekühlten Modellreihe, dem Typ 993. Der Leser erfährt zahlreiche interne Geschichten und Erlebnisse von den Versuchsfahrten rund um den Erdball. Auch die Fahrwerksentwicklung der sogenannten WeissachHinterachse des Porsche 928 wird dokumentiert. Einzelheiten zum sagenumwobenen Porsche 965, das in Weissach für eine Fernsehsendung einstudierte "Porsche-Ballett" mit mehreren 911 Coupés und 911 Targa, der schicksalbehaftete Lebensweg von Rolf Wütherich, die Teilnahme an der Rallye Monte Carlo 1965 und der sogenannte "Lapine-Test" sind nur einige der im ersten Kapitel behandelten Themen. Dazu kommen Peter Falks persönliche Erinnerungen an Ferry Porsche, Ernst Fuhrmann, Helmuth Bott und Ferdinand Piech. 

Das zweite Kapitel befasst sich ausschließlich mit dem Rennen, das für Porsche von Anfang an bis heute die größte Bedeutung hat, mit den 24 Stunden von Le Mans. Zunächst äußert sich Peter Falk voller Bewunderung und Respekt über den aktuellen Porsche 919 Hybrid, der bei drei Einsätzen in Le Mans zwei Mal den Sieg davontragen konnte. Drei Themen bilden den Schwerpunkt dieses Teils der Biografie: das frühere Standquartier des Porsche-Rennteams in Teloché nahe der Rennstrecke, das unvergessene Rennen 1977 mit den glanzvollen Fahrten von Jacky Ickx und Jürgen Barth und die für Porsche triumphale Zeit der Gruppe C von 1982 bis 1987. Vom Werkstattgelände in Teloché fuhren die Rennwagen über öffentliche Straßen mit eigener Kraft an die Rennstrecke. Die durch beispielhaften Teamgeist zusammengeschweißte Porsche-Mannschaft nächtigte in eher bescheidenen Quartieren, zumeist hielt man sich ohnehin in der Halle in Teloché auf und arbeitete an den Rennfahrzeugen bis in die Nacht. Falk würdigt im Zusammenhang mit dem Rennen 1977 die überragenden Qualitäten eines Jacky Ickx. 

Es folgen drei Kapitel, die eine nach Jahrzehnten geordnete Dokumentation des Porsche-Motorsports darstellen – von den 1960er bis zu den 1980er Jahren. Peter Falk würdigt die wichtigsten Persönlichkeiten aus der frühen Porsche-Historie: Wilhelm Hild, Herbert Linge, Hans Herrmann und Huschke von Hanstein. Er arbeitet – an verschiedenen Stellen des Buchs – den fast ständigen Konflikt zwischen den Wünschen der Techniker und den Zwängen der Haushälter des Unternehmens heraus. In Falks Anforderungsprofil für Rennfahrer steht nicht nur die Schnelligkeit an erster Stelle, sondern mindestens gleichwertig auch die Teamfähigkeit und die Zuverlässigkeit. Unter diesen Voraussetzungen gehörte Jo Siffert nach Falks Einschätzung zu den herausragenden Porsche-Rennfahrern. Weiten Raum nimmt zu Recht die Entwicklung der Porsche-Rennsportwagen vom 904 bis zum gewaltigen 917 ein. Dieser konsequente Aufstieg vom regelmäßigen Klassensieger zum Weltmeister und Le-Mans-Gesamtsieger ist zweifellos eine der faszinierendsten Geschichten im internationalen Motorsport. Und an dieser Erfolgsgeschichte hatte Peter Falk zusammen mit anderen Porsche-Verantwortlichen maßgeblichen Anteil. Auch die Entwicklungen für die früher sehr wichtige Europa-Bergmeisterschaft spielen in Peter Falks Erinnerungen eine Rolle. 

In den 1970er Jahren musste Peter Falk sein erstes Augenmerk auf die Fahrwerksentwicklung der Straßensportwagen richten, es war die Zeit der Transaxle-Porsche 924, 944, 928. Dennoch trug er auch im Rennsport Verantwortung. Nach der Dominanz der 917 und 908/03 kamen die Rennversionen des 911 bis zum 935. Falk wurde zum stellvertretenden Hauptabteilungsleiter und zum Chef des Fahrversuchs ernannt. Er stellte u.a. Norbert Singer ein, einen Ingenieur, der zukünftig von großer Bedeutung für Porsche sein sollte. Wieder erfährt der Leser unzählige Hintergrunddetails aus dem Renn- und auch aus dem mit dem 911 betriebenen Rallyesport. Selbst das Geheimnis des bei Porsche-Feiern relevanten Ordners mit der Bezeichnung "Schräglaufwinkel" wird gelüftet. In diesem Abschnitt äußern sich zwei bedeutsame Weggefährten Peter Falks: Manfred Bantle, der Projektleiter für die Typen 908/03, 909 und 959 erinnert sich, und Ferdinand Piech denkt unter der Überschrift ". . . Peter Falk ist und bleibt ein Stück Porsche . . .“ an die Entwicklung des Typ 917 zurück. Auch auf Porsches Erfolge in der CanAm Series wird eingegangen, wenngleich dieses Projekt nicht in den Händen des zu diesem Zeitpunkt mit der Entwicklung des 924 und 928 befassten Falk lag. 

Peter Falk wurde 1981 Hauptabteilungsleiter Versuch, der Vorstandsvorsitzende Peter W. Schutz gab auf Anraten der Porsche-Ingenieure den Anstoß zur Fortführung der 911-Baureihe und zur Weiterentwicklung des Typ 936 unter Verwendung des ersten Indycar-Motors von Porsche, so dass man auch 1981 mit eben diesem 936 in Le Mans siegreich blieb. 1982 brachte eine von Peter Falk herbeigesehnte Wende: Die Aufgaben des Presse- und des Rennchefs wurden geteilt, erstmals gab es eine eigene Hauptabteilung Rennsport, deren Leiter Falk wurde. Den Aufbau dieses Ressorts beschreibt er sehr ausführlich, er gibt seine Anforderungen an die Mitarbeiter wieder und dokumentiert die Entwicklung des 956/962, des erfolgreichsten Rennwagens, den Porsche je gebaut hatte. Und er analysiert seine Rennfahrer und Mitarbeiter. Dabei fällt kein böses Wort, geradlinig und fair werden die besonderen Fähigkeiten herausgearbeitet; für den Leser ungemein interessant sind die Texte über Jacky Ickx, Jochen Mass, Derek Bell, Stefan Bellof, Hans-Joachim Stuck. Aber auch Persönlichkeiten des Porsche-Managements erfahren angemessene Würdigungen – ungeschminkt, auch dann die Verdienste herausstellend, wenn Peter Falk selbst eine etwas andere Sichtweise hatte. Wer jedoch zwischen den Zeilen zu lesen vermag, der erkennt schon, wer auf Falks Liste nicht ganz oben stand. Eitle, extrovertierte Selbstdarsteller sind seine Welt nicht. Besondere Aufmerksamkeit verdienen Peter Falks Ausführungen sowohl zu dem von Porsche und seinem genialen Motoreningenieur Hans Mezger entwickelten TAG-Formel-1-Motor für McLaren als auch zu dem nicht von besonderem Erfolg gekrönten Indycar-Projekt in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. Mit feinsinniger Ironie deutet er auch die Ursachen zweier Niederlagen in Le Mans an, ohne die mit vielleicht nicht ganz sauberen Methoden arbeitenden Konkurrenten herabzusetzen. Und, ganz außerhalb von Porsche, äußert Peter Falk auch seine Begeisterung für das Motorenkonzept der Reihensechszylinder – wie Recht er doch damit hat! 

Das sechste Kapitel hat die Porsche-Einsätze bei der Rallye Paris-Dakar zum Gegenstand. Es wird beschrieben, wie Helmuth Bott, der Vater des legendären Porsche 959, unterstützt von Peter Falk und dem wüstenbegeisterten Jacky Ickx, den Vorstandsvorsitzenden Schutz zunächst von diesem anspruchsvollen Projekt überzeugen musste. Man wird Zeuge von den Bedingungen, unter denen das Porsche-Team diese Rallye drei Mal bestritt und dabei zwei Siege erringen konnte. In diesem Zusammenhang würdigt Jacky Ickx die besonderen Verdiente Peter Falks. Dieses Kapitel endet mit dem Abschied Peter Falks von Porsche nach mehr als 33 Jahren. An dieser Stelle gewährt der große Ingenieur auch einen kurzen Blick in sein Familienleben und seine neuen Aktivitäten im Historischen Motorsport. 

Der siebte und letzte Abschnitt ist eine eindrucksvolle Sammlung von Dokumenten: Das reicht von einer "Wortkunde für Fahrwerker" und der "unabdingbaren Leichtigkeit des Porsche-Fahrens“ über Motorendiagramme, Tagebuchskizzen und Streckenaufzeichnungen bis zu Organigrammen, einer Fahreranalyse und einer "Gebrauchsanleitung für Langstreckenrennen". 

Man kann die Leistung des Autors Wilfried Müller gar nicht hoch genug würdigen, dem es gelungen ist, aus den wahrscheinlich fast unendlichen Protokollen der langen Gespräche mit Peter Falk ein so hervorragend und spannend zu lesendes Buch zu machen, das bis in die Tiefen des Unternehmens Porsche vordringt. In erster Linie aber zeichnet dieses Werk das Bild eines Menschen, der bei allem Erfolg und wahrhafter Weltläufigkeit doch sehr bodenständig und im Auftreten eher bescheiden, wortkarg und zurückhaltend geblieben ist, der mit seinem ruhigen, menschlichen und doch bestimmenden Führungsstil seine Mitarbeiter zu den Zielen geführt hat, die er selbst gesetzt hatte. 


Das Buch ist mit rund 540 Fotografien wirklich reichhaltig illustriert. Die eigentliche Qualität der Illustration resultiert aber aus der Art der bestens reproduzierten Aufnahmen: Hier werden dem Betrachter Momente, Eindrücke und Details vor Augen geführt, wie er sie so bestimmt noch nicht gesehen hat. Aus den Tiefen des Historischen Archivs von Porsche, dem riesigen Bestand von McKlein Publishing und vor allem aus dem privaten Archiv Peter Falks stammen die meisten der erstmals veröffentlichten Bilder. Der Band enthält Aufnahmen im kompakten Bildformat, zahlreiche halbseitige und nicht weniger als 120 ganzseitige sowie fünf doppelseitige Fotografien und vermittelt so im für die Bildwiedergabe besonders geeigneten Querformat einen optischen Eindruck, der der Qualität der Texte in nichts nachsteht. Der Betrachter sieht die Entwicklung des 911, erinnert sich an die faszinierende Baureihenentwicklung vom 904 bis zum 917, schaut in die Porsche-Boxen bei den großen Sportwagenrennen, bekommt Einblick in die Rennabteilung, verfolgt Versuchsfahrten auf unterschiedlichem Geläuf, nimmt an der Entwicklung des 956 und an dessen Renneinsätzen teil und wird schließlich in das Ambiente der Rallye Paris-Dakar versetzt. 

Fazit: "Peter Falk – 33 Jahre Porsche" ist zweifellos eines der besten Automobil- und Motorsportbücher der letzten Jahre. Übrigens gibt es auch eine inhaltsgleiche englischsprachige Ausgabe.

Thomas Nehlert

Peter Falk – 33 Jahre Porsche 
Rennsport und Entwicklung, Menschen, Autos, Geschichten
Autoren: Peter Falk, Wilfried Müller 
Verlag: McKlein Publishing Köln in der Edition Porsche Museum, 2016 
Format: Hardcover, 30 x 24 cm 
Umfang: 408 Seiten, rund 540 Abbildungen 
Text: Deutsch 
Preis: € 49,90 
ISBN: 978-3-927458-86-4 
Englische Ausgabe: 978-3-92745-887-1 
Vertrieb: Überall im Buchhandel und über RacingWebShop.com

Fotos: Aus dem Bestand von Thomas Nehlert

Rezension Thomas Nehlert: „Porsche Speedster - Legends live Forever 1989 – 2011“ – Autoren: Andreas Gabriel, Tobias Kindermann, Verlag Berlin Motor Books 2016

Nachdem der Verlag "Berlin Motor Books" von Andreas Gabriel bereits vor mehr als fünf Jahren ein Buch über die Speedster-Modelle von Porsche veröffentlicht hatte, legt er nun ein neues Werk in deutscher und englischer Sprache zu diesem interessanten Thema vor – im Umfang mit 396 Seiten mehr als verdoppelt, in deutlich größerem Format und überaus reichhaltig illustriert, zudem in einem stabilen und attraktiven Schuber geschützt.

Die offenen Speedster-Modelle in limitierter, zumeist recht geringer, Stückzahl nahmen stets eine Ausnahmeposition im Porsche-Programm ein. Mit ihrer flachen Frontscheibe, dem anfangs gepflegten Leichtbau und ihrer attraktiven Form sprachen sie die Porsche-Kunden an, die ein besonders unmittelbares, sportliches Fahrerlebnis wünschten und so auch ihrer Begeisterung einen individuellen Ausdruck verleihen wollten.

Nach einer knappen Darstellung der Entwicklung des Porsche 356 Speedster konzentriert sich das Buch auf die 911 Speedster der verschiedenen Baureihen in chronologischer Reihenfolge. Das beginnt mit den Versionen auf der Grundlage des Porsche 911 Carrera 3.2. Ausführlich beschreibt Andreas Gabriel sowohl die in nur kleiner Stückzahl gebaute schmale Version als auch die schließlich in den Verkauf gekommene Speedster-Variante in der breiten Turbolook-Ausführung. Es werden die Überlegungen innerhalb der Entscheidungsgremien von Porsche dargestellt, die schließlich dazu führten, dass der breiten Variante der Vorzug gegeben wurde. Besondere Authentizität gewinnen diese Ausführungen durch sehr eingehende Interviews mit Herbert Linge, der von 1943 bis 1993 bei Porsche tätig war, und Friedrich Bezner, dem Projektleiter für den 911 Speedster. Der Leser erfährt auch alle Details zu den Prototypen, wie dem Bott-Speedster (benannt nach dem Technik-Vorstand Helmuth Bott), dem Schutz-Speedster (benannt nach dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Peter W. Schutz) und der Design-Studie zur IAA 1987. Auch der Entwicklungsleiter beim Speedster von 1989, Bernd Kahnau, kommt ausführlich zu Wort.

Als das sogenannte G-Modell des 911 bei Porsche von der Typreihe 964 abgelöst wurde, bot das Zuffenhausener Werks alsbald wieder einen Speedster an; in den Verkauf gelangte ausschließlich eine schmale Variante auf der Basis des Carrera Cabrios. Auch dieses Modell wird detailreich dokumentiert, einschließlich der wenigen Prototypen im breiten Turbolook. Andreas Gabriel hat auch mit mehreren Eigentümern des 964 Speedster gesprochen und diese Gespräche mit den hautnahen Erfahrungen der stolzen Besitzer im Wortlaut einfließen lassen.

Vom letzten luftgekühlten Porsche-Modell, dem Typ 993, gab es keine serienmäßige Speedster-Version, weil man mit der Produktion der übrigen 993-Varianten ausgelastet war und bereits am Nachfolger 996 arbeitete. Allerdings gab es dennoch drei Speedster-Prototypen, darunter einen vom Werk für Ferdinand Alexander Porsche zum 60. Geburtstag gebauten sowie zwei in Kundenhand in Auftrag gegebene Einzelanfertigungen. Alle drei Fahrzeuge werden ebenfalls beschrieben und in großartigen Fotos dokumentiert. Wiederum kommt auch der Besitzer eines dieser raren Modelle zu Wort. Nachdem die überaus erfolgreiche aber vom Design nicht unumstrittene Baureihe 996 ohne ein Speedster-Modell auskommen musste, spendierte Porsche dem Nachfolgemodell 1997 wieder einen Speedster auf der Grundlage des 911 Carrera GTS, mit 408 PS der bis heute stärkste Speedster. Ein Vergleich des "Urspeedster“"vom Typ 356 A mit einem modernen 997 Speedster rundet das Buch inhaltlich ab.

Alle Baureihen werden mit ihren unterschiedlichen Bauformen sowie Motor-, Fahrwerks- und Karosserieentwicklungen vorgestellt, alle technischen Daten findet man in übersichtlichen Tabellen wieder. Es ist schon sehr beeindruckend, mit welcher Mühe und Genauigkeit außerdem nicht nur alle Ausstattungsdetails bis hin zu den unterschiedlichen Lackfarben zusammengetragen, sondern sogar auch alle Länderausstattungen und Fahrgestellnummern erfasst wurden. Für diesen Teil des Buches zeichnet der Porsche-Experte Tobias Kindermann verantwortlich.

Damit ist das Buch auch mehr als eine reine Speedster-Dokumentation; denn es führt zudem auch durch die Historie des Porsche 911 in seinen Entwicklungsstufen vom G-Modell bis zum 997. Neben dem von Kompetenz und Begeisterung getragenen Text fasziniert auch die Illustration. Auf 260 großartigen Fotos, teilweise im gewaltigen Doppelseitenformat, findet der Betrachter wirklich alle Speedster-Versionen aus den unterschiedlichsten Perspektiven in voller Schönheit wieder. Dabei sind auch die Bildhintergründe sehr abwechslungsreich. Aufnahmen aus der Produktion dieses ganz besonderen Porsche ergänzen den optischen Eindruck. Die Fotos stammen sowohl aus dem Historischen Archiv von Porsche als auch aus mehreren Privatsammlungen, unter anderem auch aus der des Autors Andreas Gabriel, der selbst Porsche Speedster fährt. Hinzu kommt die Reproduktion von Originaldokumenten des Werks wie einer Bedienungsanleitung, einer Presse-Information und eines Prospekts. 

Der Band ist hervorragend verarbeitet, edel gestaltet, die Wiedergabe von Text und Fotografien auf hochwertigem Mattglanzpapier ist erstklassig. Sicherlich ist dieses Buch nicht billig, aber als erstes umfassendes Standardwerk über den Porsche Speedster seinen Preis wirklich wert.


Überall im Buchhandel erhältlich

Porsche Speedster - Legends live Forever 1989 – 2011
Autoren: Andreas Gabriel, Tobias Kindermann
Verlag: Berlin Motor Books, 2016

Format und Umfang: Hardcover mit Schuber, 26,5 x 31,5 cm, 396 Seiten, 260 Fotos
Text: Deutsch/ Englisch-
Preis: € 119,80
ISBN: 978-3-9814592-2-7



Rezension Thomas Nehlert: Jochen Mass- Autor: Prof. Dr. Peter Schroeder- : View Verlag Bonn, 2016

Jochen Mass zählte über mehrere Jahrzehnte zu den wenigen großen deutschen Rennfahrern, die sich auch international einen Namen gemacht haben. Bisher gab es keine Biografie, die das Leben und die Karriere dieses Motorsportlers angemessen dokumentiert hätte. Professor Peter Schroeder und dem View-Verlag in Bonn kommt nun das Verdienst zu, diese Lücke in der Autosport-Literatur endlich geschlossen zu haben.

Jochen Mass ist von 1968 bis 1995 Rennen gefahren: Tourenwagen, Formel Super Vau, Formel 3, Formel 2, Formel 1, Sportwagen und Prototypen. Er ist einer der wenigen Allrounder, die in allen Kategorien des Motorsports erfolgreich waren; sogar an der Rallye Paris-Dakar hat er drei Mal teilgenommen. In der Formel 1 konnte er einen Grand Prix gewinnen - hier wäre mit besserem Material und einer nachhaltigeren Unterstützung so manchen Rennstalls mit Sicherheit mehr drin gewesen. Unvergessen bleiben seine zahllosen Siege in den großen Sportwagen-Langstreckenrennen auf Porsche und Mercedes-Benz. Es ist keine Übertreibung, ihn in dieser wunderbaren Motorsportdisziplin auf eine Stufe mit Jacky Ickx zu stellen, mit dem er sich über lange Zeit das Cockpit bei Porsche teilte.

Peter Schroeder hat diese vielschichtige und beeindruckende Karriere im Motorsport chronologisch geordnet und zu einer hervorragend zu lesenden Biografie zusammengefügt. Einem empathischen Vorwort von Jochens Tochter Sydne folgt eine knappe Beschreibung der Kindheit und Jugend von Jochen Mass. Die anschließende Darstellung des Aufstiegs von Jochen Mass zu einem der bedeutendsten Motorsportler orientiert sich einerseits an einer Zeitschiene, andererseits ist sie innerhalb dieser Chronologie thematisch gegliedert. Dies war notwendig, weil Mass zeitgleich in mehreren Rennwagenklassen aktiv war, die Schilderung im jeweiligen Tätigkeitsbereich aber nur dann in sich schlüssig erscheint, wenn er für eine bestimmte Zeit ausschließlich verfolgt wird. So hat der Autor die Leistungen von Mass konsequent und nachvollziehbar herausgearbeitet, ohne innerhalb eines Kapitels immer zwischen den Rennen im Monoposto und im Sportwagen hin und her zu springen. 

Natürlich nehmen nach den Tourenwagen-Rennen für Alfa Romeo und Ford die Formel-1-Einsätze für Surtees, McLaren, ATS, Arrows und March ebenso einen großen Raum ein wie die grandiose Erfolgsbilanz bei den Sportwagen und Prototypen für Porsche und Sauber Mercedes. Schließlich wird auch Jochen Mass' tragende Rolle beim Aufbau und Einsatz des "Junior-Teams" von Mercedes-Benz in der Sportwagen-Weltmeisterschaft gewürdigt; mit den drei "Junioren" Michael Schumacher, Karl Wendlinger und Heinz-Harald Frentzen war dieses Projekt zweifellos beispielhaft für die Nachwuchsförderung im Motorsport. Im letzten der insgesamt 18 Kapitel vermittelt Jochen Mass selbst noch ein paar "Reflexionen im Rentenalter", wobei er sich u.a. mit der Frage auseinandersetzt, ob es ein Traum gewesen wäre, auch einmal für Ferrari zu fahren. Eine 11seitige Rennstatistik vervollständigt die Dokumentation perfekt.

 Dieses Buch geht über den gewöhnlichen Rahmen einer Rennfahrerbiografie hinaus. Denn Peter Schroeder ist es in den unzähligen langen und sehr persönlichen Gesprächen mit Mass gelungen, auch dessen Leben außerhalb des Motorsports zu erfragen und dies - mit der angemessenen und von Jochen Mass gewünschten Zurückhaltung - zu beschreiben. So widmet sich ein eigenes Kapitel der Seefahrt- und Segelleidenschaft von Jochen Mass, und auch begrenzte Einblicke in sein Privatleben vervollständigen den Eindruck von einer deutlich über den Tellerrand hinaus schauenden Sportlerpersönlichkeit. Der sehr vertrauensvolle Kontakt zwischen dem Autor, der ein erfülltes und erfolgreiches Berufsleben als Mediziner hinter sich hat, und dem Rennfahrer findet seinen Niederschlag in zahlreichen Einschüben mit Originalzitaten von Mass, in denen er sich teilweise auch sehr offen und pointiert äußert. Um das Bild von Mass zu komplettieren, hat Peter Schroeder auch mit vielen anderen Rennfahrern gesprochen, so z.B. mit Dieter Glemser, Roland Asch und Karl Wendlinger.---- Dieser Band ist erkennbar das Produkt sehr gründlicher Recherche, hoher fachlicher Kompetenz und einer riesigen Leidenschaft für das Thema. Und zugleich weist der Autor dem Motorsport als herrlicher Nebensache dadurch seinen Platz im Leben zu, dass er in farblich abgesetzten Spalten für fast jedes Jahr in der Epoche von 1968 bis 1991 das politische und gesellschaftliche Weltgeschehen ganz knapp Revue passieren lässt.

Der in attraktivem Layout und einem fast quadratischen Format gehaltene knapp 300seitige Band ist mit rund 240 Fotos reichhaltig illustriert, zahlreiche Abbildungen erscheinen im großen Format, einige sogar doppelseitig. Die Reproduktion der Bilder, von denen viele erstmals veröffentlicht werden, ist sehr gut. Die Aufnahmen stammen aus den großen Archiven von Daimler Benz, Porsche, Sutton und View Verlag; aber auch mehrere Privatsammlungen und insbesondere Jochen Mass - selbst begeisterter Fotograf - haben mit ihren Bildern einen wertvollen Beitrag zum Gelingen des Buchs geleistet.

Thomas Nehlert


Überall im Buchhandel erhältlich 

Jochen Mass 

Autor: Prof.Dr. Peter Schroeder

240 Fotografien € 49,-- (von Jochen Mass signierte Pesonal Edition € 59,--)

Verlag: View Verlag Bonn, 2016