Rezension Peter J. König : 90 Jahre Nürburgring - Die Geschichte der Nordschleife- Hartmut Lehbrink- Delius Klasing

Der Formel 1 Journalist und begeisterte Renn-Jünger Hartmut Lehbrink hat in diesem wunderbaren Bildband gemeinsam mit dem Delius Klasing Verlag eine Hommage an die wohl berühmteste Rennstrecke der Welt auf den Weg gebracht. Und wer hat nicht schon von ihr gehört, der Nordschleife des Nürburgrings, die immer noch den Beinamen " Die grünen Hölle der Eifel" trägt, einem Pseudonym, das bei jedem Rennfahrer zugleich Freude und Spannung erzeugt, gleichzeitig aber auch einen gewissen Schauder über den Rücken laufen lässt. 

Bevor am 12. Mai 1984 die neue Grand Prix Strecke rund um Start und Ziel eröffnet wurde, sind alle Rennen, ob mit Automobilen, Motoräder oder sogar bei Fahrradrennen auf der legendären Nordschleife durchgeführt worden. Feierlich eröffnet am 18. und 19. Juni 1927 haben sich danach über Jahrzehnte, exakt 9o Jahre auf dieser Rennstrecke spektakuläre Siege, Dramen und Tragödien abgespielt, denn die Nordschleife wird auch heute noch zu größten Rennereignissen eingesetzt, etwa dem 24 Stunden Rennen, das neben dem gleichnamigen Ereignis in Le Mans mit zu den weltbekanntesten Motorsport-Ereignissen überhaupt zählt. 

Diese 28,265km lange Rennstrecke ist einzigartig auf der Welt, es gab und gibt nichts Vergleichbares. Die Folge von An- und Abstiegen der Streckenführung, die Kurvenkombinationen, eng, langgezogen, dabei bergauf und bergab, gefolgt von Steilkurven und ewig langen Graden, die weit über 300 km/h zulassen, sind eine absolute Herausforderung an Mensch und Maschine, an Psyche und körperliche Überforderung. Hinzu kommen die Wetterkapriolen, die in der Eifel immer möglich sind. Scheint im ersten Teil der Strecke noch die Sonne, so kann es im weiteren Verlauf "Schütten wie Sau" und Schnee im Juni ist auch nichts Ungewöhnliches. Und eins ist sowieso klar, die Gefahr auf der Strecke zu verunglücken,  ist immer gegeben. Dies haben sehr viele Rennfahrer persönlich erlebt, der eine oder andere sogar mit seinem Leben bezahlt. 

Großzügige Auslaufzonen, wie etwa auf dem Grand-Prix Kurs am Ring gibt es auf der Nordschleife ganz selten, Leitplanken sollen noch heute den Abflug in die "Prärie" verhindern. Neben den offiziellen Ereignissen sind es die privaten Rennen von selbst ernannten "Racer", die zeigen welche Anziehungskraft die Nordschleife bis heute hat. Die unzähligen Einschläge in den Planken zeigen aber auch, wie tückisch die Strecke zumal für Nichtprofis ist. 

Der Schreiber dieser Zeilen hat dies selbst erleben dürfen, speziell nach einem 24 Stunden Rennen, wenn über dem Asphalt eine Gummischicht zurückgeblieben ist, die mehr nach Schmierseife anmutet, als nach einem griffigen Asphalt. Der hier vorgestellte Bildband "90 Jahre Nürburgring, die Geschichte der Nordschleife" zeigt in beeindruckender Weise alle Stationen, die die Krönung aller Rennstecken durchlaufen hat. Natürlich ist es die ausgesuchte Vielzahl der Bildfolge, die sehr anschaulich dokumentiert, was alles an der Nordschleife und um sie herum in den letzten 90 Jahren passiert ist. 

Um schon Lust auf mehr zu machen, sollen hier zunächst die Kapitel zeigen, wie das Werk aufgebaut ist: Unter der Überschrift "Stationen" werden zu allererst die Hauptdaten genannt, damit der Leser ein Bild davon bekommt, wie die Nordschleife und ihre herausragenden Ereignisse eingeordnet werden können. Danach folgt unter der Rubrik "Gelenkstellen" eine Dokumentation, die aufklärt, warum es überhaupt zum Bau der neuen Grand Prix Stecke gekommen ist. 

Das weitere Kapitel "Poesie der Bewegung" zeigt Gemälde aus dem Rennverlauf von Michel Turners, die ähnlich wie Fotografien sehr eindrucksvoll die Dramatik in den unterschiedlichen Rennsituationen mit künstlerischen Mitteln darstellt. Und dann kommen sie, all die Helden und Bezwinger der Nordschleife, die sich in die Ruhmeslisten am Nürburgring für alle Zeiten verewigen konnten. Entsprechend ist dieses sehr ausführliche Kapitel mit "Meister des Rings" bezeichnet und mit großartigen Aufnahmen voll gespickt. 

Den Hauptteil des Bildbandes macht das folgende Kapitel "Erinnerungen" aus. Hier erzählen die Großen, die all mit ihren Erfolgen auf der Nordschleife geglänzt haben von ihren ganz persönlichen Eindrücken, auch ein Rudi Altig, der mit seiner Muskelkraft zum Helden dort wurde. Abschließend noch die Danksagung und der Bildnachweis in "Spätlese", wo der Autor Hartmut Lehbrink noch einmal den ganz besonderen Zauber "Der Grünen Hölle der Eifel" durch Panorama-Aufnahmen aufleben lässt. 

Wie gewohnt hat der Delius Klasing Verlag gemeinsam mit Hartmut Lehbrink einen außergewöhnlichen, sehr informativen Bildband in Szene gesetzt. Dabei sind es natürlich die spektakulären Aufnahmen, die das Renngeschehen, aber noch mehr die Heroen des Motorsports hervorheben. Sie alle haben bis heute größten Respekt vor der Nordschleife, und ohne die Schleife am Ring wären die Mythen des Rennsports um ein vielfaches ärmer. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

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Rezension Peter J. König: Automobile Design Graphics-A Visual History from the Golden Age to the Gas Crisis- Jim Heimann(Ed.) Steven Heller--Jim Donnelly-Taschen

Der hier vorliegende Bildband "Automobile Design Graphics" aus dem Taschen-Verlag zeigt anhand von künstlerischen Werbeplakaten, wie sich die Automobil-Industrie seit den Anfängen in den USA entwickelt hat, und wie die vielen Firmen, die es zu Beginn des mobilisierten Zeitalters gab für ihre Modelle geworben haben. Wenn man bedenkt, dass zwischen 1900 und 1930 allein in den Vereinigten Staaten mehr als 5000 Automobil-Hersteller versuchten ihre Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, wird klar, welcher Wettbewerb unter den Autobauern herrschte. Da bedurfte es ausgefallener Werbemethoden, um die Käufer anzulocken, und ihnen die jeweils eigene Automobil-Palette so schmackhaft wie möglich zu machen. 

Dazu dienten die Werbeplakate oder in zunehmenden Maß die Werbeproschüren, die auf höchst künstlerischem Niveau die schöne, neue Welt des Automobils präsentieren. Film- und Fernsehwerbung gab es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts so gut wie nicht, umso werbewirksamer wurden Plakate und Broschüren gestylt. Eine Vielzahl von Werbeagenturen nahm sich dieser Kampagnen an, eine neu gestaltende Kunstrichtung wurde entwickelt, das Industrie-Design. 

Wie die Automobile auf dem Reißbrett wurden die Entwürfe für die Werbematerialien sehr kunstvoll in Zeichnungen auf Papier vorentworfen, um sie später mittels Druckverfahren zu vervielfältigen. Die besten Künstler Amerikas wurden engagiert, um möglichst ausdrucksstark das neue Lebensgefühl des Mobilzeitalters zu vermitteln. Diese Werbeproschüren und Plakate sind heutzutage als Kunstform des 20. Jahrhunderts sehr begehrt, ihr Wert ist mehr als beachtlich, werden sie doch auch wie treuere Kunst gehandelt. 

Der sehr hochwerte Bild-Kunstband aus dem Taschen-Verlag gibt großformatig und sehr detailliert einen Eindruck davon, welche Vielfalt von Werbematerialien die Automobilfirmen jener Zeit entwerfen ließen, wobei nicht nur die immer neuen Modelle ein Blickfang sein sollten, wichtig war ebenso ein Lebensgefühl und den Zeitgeist zu vermitteln. Das hier vorgestellte Werk gibt einen sehr anschaulichen Überblick darüber, welche Entwicklung die Automobile in den USA nahmen und wie sich diese vom Luxusgefährt zum Massenfortbewegungsmittel entwickelt haben. 

War in der damaligen Werbung die Technik noch eher nachrangiges Argument zum Autokauf, so kam es doch entscheidend darauf an, durch Styling und den Prestigegewinn durch das neue Modell die Käufer zu überzeugen. Vermitteln sollte dies möglichst beeindruckend die gezeichneten Plakate und Verkaufsproschüren. Um hier einen ersten Eindruck zu geben, sollen die einzelnen Kapitel zeigen, wie subtil und suggestiv die Werbemanager mit ihren Kunstmitteln auf Kundenfang gingen. 

Hier einige Auszüge: 
Es beginnt mit dem Eingangskapitel: 
Verlangen erwecken-Seite für Seite. Hier wird in englischer, deutscher und französischer Sprache die Entwicklung des Werbedesigns im amerikanischen Automobilmarkt erläutert und mit vielen Bildmaterialien gezeigt, wie sich darin der Zeitgeist widerspiegelt. 
Danach folgt der wesentliche Teil des Kunst-Bildbandes betitelt mit: Automobilprospekte und die Sublimierung des Verlangens. Hier werden auf mehr als 300 Seiten eine Unzahl von großartigen Bildentwürfen gezeigt, die jeweils die Fülle von neuen Modellen präsentieren, deren Namen überaus exotisch klingen und deren Präsentation spektakulär ist. Sie hier alle aufzuzählen, würde Seiten füllen, die meisten Automobilfirmen haben nur eine kurze Lebensdauer gehabt. Damit aber überhaupt die Namen von Herstellern hier genannt werden, soll sich auf die großen Firmen beschränkt werden, die selbst eine Fülle von immer neuen Modellen mit diesen Werbebotschaften auf den Markt gebracht haben, als da sind: 

Ford, General Motors und Chrysler mit ihren hunderten von Einzelmodellen. Wer kennt noch solche Hersteller wie Alco, Baker Electric, Cartetcar, Chadwick, Chalmers, Chandler, Cleveland , Cole, Columbia, Detroiter, Dodge Brothers, Erskine, Essex, Franklin, Garford, Gray, Hupmobile, Jeffery, King oder Marmon, sie alle wurden zwischen den Jahren 1900 und 1929 hergestellt und hier thematisiert. 

Mit "Dreams of Power and Joy" beginnt ein weiteres Kapitel. Es hat die Jahre 1930 bis 1946 zum Thema, die Automobile verändern sich, ebenso die Werbebotschaften auf den Verkaufsproschüren, doch immer noch sehr kunstvoll nur noch viel suggestiver. Mittlerweile sind nur noch die großen Hersteller am Markt, so etwa Buick, Chevrolet, Chrysler, Continental, De Soto, Dodge und natürlich Ford und General Motors die nach und nach alle kleineren Fabrikationen aufgekauft haben. Dazu sagt die Werbung nichts, über die Veränderung des Stylings aber umso mehr. 

Unter der Rubrik "Stalwarts of Marketing" werden die automobilen Jahre von 1947 bis 1961 vorgestellt und zum Schluss unter der Überschrift " Exaggerated Virtue" die Jahre 1962 bis 1973. Die Palette der Anbieter konzentriert sich nur noch auf einige wenige Großunternehmen, allen voran General Motors und Ford. Die aufwendigen, immer stylischer werdenden Marketing-Kampagnen finden nun innerhalb der automobilen Multi-Konzerne statt. 

Dann ist die Zeit der stilisierten Werbedruckmittel vorbei, denn Film und hauptsächlich das Fernsehen übernehmen es die lockenden Werbebotschaften an den Mann oder an die Frau zu bringen. Damit geht auch die Kunstform des künstlerischen, gedruckten Werbematerials seinem Ende entgegen. Sie hat ihren Weg ins Automuseum gefunden oder in die Hände einer Vielzahl von Sammlern. 

"Automobile Design Graphics" ist ein von Jim Hermann(Ed.), Steven Heller und Jim Donnelly in Zusammenarbeit mit Taschen konzipierter Kunst-Bildband, der zweifellos eine Rarität ist. Aus besten Materialien, sehr hochwertig wurde hier ein Werk auf den Markt gebracht, das selbst Kunst ist und eine besondere Kunstform des 20. Jahrhunderts illustriert. Automobilgeschichtlich höchst interessant, zeigt es auch genau, was die Menschen ästhetisch und emotional in dieser Zeit angesprochen hat. Äußerst gelungen, ist dieser Bildband eine Augenweide in jeder guten Hausbibliothek und dies nicht nur für Automobil-Liebhaber. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

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Rezension: Peter J. König: Porsche Turbo- Die faszinierende Story der aufgeladenen Strassen- und Rennsportwagen- Delius Klasing

Bildbände über den Super-Sportler Porsche gibt es zahlreiche. Eine Bilddokumentation über die absolute Spitzen-Motorisierung, den Turbo-Motor und seine Entwicklung ist allerdings eine neue faszinierende Variante, die der Autor dieses einzigartigen Bildwerkes, Randy Leffingwell sehr kenntnisreich und anschaulich in Szene gesetzt hat. 

Von Porsche weiß man, dass die exzellenten Sportwagen, die dann als Straßen-Versionen zu erstehen sind, in den allermeisten Fällen zunächst im Renneinsatz erprobt werden. Als Prototypen entwickelt, bei den härtesten Rennserien getestet, werden sie anschließend zur Markt-Einführung Straßen- tauglich modifiziert. Diese technische Entwicklung haben alle Modelle der 911er-Reihe genommen, bei den reinen Renn-Fahrzeugen gab es nur gelegentlich Straßen-Versionen, wie z.B. der legendäre Porsche 959, der nicht nur dank Boris Becker Kult wurde, sondern auf Grund seiner einzigartigen Technik und seiner geringen Stückzahl von 200 Fahrzeugen eines der beliebtesten Sammler-Objekte im Automobil-Bereich überhaupt ist. 

Hinsichtlich der Motoren-Technik ist die Entwicklung analog. Turbo-aufgeladene Motoren wurden ursprünglich für den Dieselmotor entwickeln, galt es doch so den "lahmen Enten" mehr Dynamik zu ermöglichen. Die Motoren-Ingenieure bei Porsche erkannten sehr bald die Möglichkeit diese Technik auch für den Rennsport zu nutzen. 

Mit dem Modell 917/10 begann eine überaus erfolgreiche Serie an Rennsport-Fahrzeugen, die bis heute ungebrochen anhält. Aber dies sollte noch nicht die spezielle Einsatzmöglichkeit des Turboladers sein. Beginnend mit dem legendären 911er Turbo wurden anschließend alle Porsche-Serien-Fahrzeuge mit der Turbo-Technik ausgestattet, zunächst nur als Spitzenmodelle, später generell, war es doch so möglich den Hubraum zu verringern und dennoch größere Leistung zu erzielen. Modelle wie 935, 924 Turbo, 956/962, wie bereits erwähnt der absolute Über-Porsche 959, 911 GT2 und 919 hybrid, sie alle werden durch den Turbolader beatmet, ihre Leistung dadurch optimiert. Aber nicht nur in der 9er-Reihe sind die Motoren Turbo-aufgeladen, alle anderen Serien, sei es Cayenne, Macan oder Panamera, sie alle profitieren von dieser Hoch-Technologie, und die heutigen Rennserien von Porsche sowieso. 

Damit der Leser eine Vorstellung bekommt, welche Entwicklung der Turbo-Motor bei Porsche genommen hat, hier die Auflistung des Inhaltsverzeichnisses: 
Der unfaire Vorteil
Was ist Turboaufladung und wie funktioniert sie?
Porsche bringt Turbotechnik auf Europas Rennstrecken
Vom Homologationsmodell zum Flaggschiff
Parallelwelten: Renn-Turbos von 1975-1978
"Moby Dick" und "Baby" Porsche in den Rennjahren von 1977-1983
Innovation und Evolution: Von den späten Siebzigern bis Mitte der Achtziger
Neue Reglements und neue Möglichkeiten
Andere Optionen mit freistehenden Rädern
Innovation für die Strasse: Von den späten Siebzigern zu den späten Achtzigern
Vom Flugzeugmotor zum Technologieträger
Turbos für alle: Die Neunziger
Rennsport in den Neunzigern
Porsche unter anderen Namen
Turbos on- und off-Road: Das neue Jahrtausend
Höhere Komplexität, gesteigerte Performance
Wenn Hochtechnologie zum Produktnamen wird
Die elektrisierende Rückkehr nach Le Mans
Die Neudefinition eines Klassikers

Wenn man sich die ausgedehnte Liste der Inhalte ansieht, wird klar, dass der Autor Randy Leffingwell dieses attraktive Bildwerk nicht in Szene setzen konnte ohne die großzügige Hilfe des Hauses Porsche und vieler seiner Freunde. Bild-Aufnahmen von den einzelnen Porsche-Modellen, sei es im Showroom oder beim spektakulären Einsatz auf den Rennstrecken dieser Welt geben einen sehr anschaulichen Eindruck wieder wie Turbo-Motoren zum Einsatz gekommen sind. 

Dazu hat auch das Archiv von Porsche mit beigetragen, um so einmaliges, zum Teil öffentlich nicht zugängliches Bild-Material zu zeigen. Wie im Delius-Klasing Verlag nicht anders zu erwarten, wirkt dieser außergewöhnliche Bildband durch seinen Inhalt, aber auch durch sein äußeres Erscheinungsbild. Sowohl Randy Leffingwell, gemeinsam mit Porsche, als auch das Verlagshaus Delius-Klasing haben sich größte Mühe gegeben, das technische Thema Turbolader in einer kurzweiligen, informativen, attraktiven und repräsentativen Form anzubieten. Dazu dient dieser anspruchsvolle Bildband "Porsche Turbo", der die Jünger der Kultmarke sowieso sofort elektrisiert. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

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Rezension: Peter J. König:Porsche Drive 15 Pässe in 4 Tagen Stefan Bogner, Jan Karl Baedecker- Delius Klasing Verlag Edition Delius

Der Autor, Fotograf und Mitbegründer der Münchner Designagentur fpm Stefan Bogner und der Journalist, Fotograf sowie Chefredakteur des Magazins Classic Drive Jan Karl Baedecker haben zusammen mit der Edition Delius und dem Delius Klasing Verlag ein Projekt aufgelegt, das auf Anhieb zunächst verrückt erscheint. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, innerhalb von 4 Tagen die wohl spektakulärsten Alpenpässe zu bezwingen, und zwar mit ebenfalls spektakulären Modellen des Sportwagenbauers Porsche. 

Stefan Bogner ist begeisterter Porsche-Fahrer und liebt es mit seinem Sportwagen die Kurven, Kehren und Serpentinen in den Alpen zu befahren. Daraus hat sich sein Magazin Curves und der Bildband Escapes entwickelt, wo genau diese Leidenschaften in wunderschönen Fotografien festgehalten werden. 

Jan Karl Baedecker, übrigens der Urenkel des legendären Karl Baedecker, dem Herausgeber des wohl bekanntesten und ältesten Reiseführers ist quasi genetisch vorbestimmt, immer unterwegs zu sein, Neues zu entdecken und das Reisen mit dem entsprechenden Abenteuer zu verbinden. Damit dieses Monster-Vergnügen auch ordentlich auf die Beine gestellt werden konnte, haben Stefan Bogner und Jan Karl Baedecker zunächst einen akribischen Plan entworfen, wie sie das Bezwingen der Alpenpässe am besten strategisch angehen konnten. 

Dazu haben sie Strecken- und Profilkarten der Pässe studiert und einen exakten Ablauf der Tagesrouten geplant. Nur so war es möglich das angestrebte Ziel zu erreichen, zusammenhängend an vier Tagen 15 der großartigsten Alpenüberquerungen zwischen Ost und West zu befahren. Ihre Erfahrungen haben sie hier in einem sehr ausführlichen Bildband dokumentiert, der nicht nur über eine Fülle von großartigen Momentaufnahmen der hochalpinen Landschaften verfügt, sie haben auch gleichzeitig ihre Erkenntnisse beim Überqueren der Pässe aus der Sicht des Fahrers journalistisch aufgearbeitet. 

So ist für den Leser dieses Buches ein anschauliches Bild entstanden, das durchaus dazu animiert, Gleiches zu unternehmen, und wenn es nicht alle 15 Pässe sind, doch wenigstens den einen oder anderen, je nachdem welcher einem besonders zusagt. Neben den persönlichen Erfahrungen werden immer wieder spannende Geschichten erzählt, so wie sie um die berühmten Alpenpässe herumrankten, sei es bei Bergrennen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts oder aus der Vergangenheit, wo einst die Kaufleute die Alpen auf diesen Routen überquert haben, um jeweils auf der anderen Seite ihre Waren zu verkaufen. 

Der absolut prägendste Eindruck sind jedoch immer wieder die weitschweifenden Blicke über die Bergmassive und der Blick ins Tal, da man die Serpentinen der Hochalpen- Straßen dort exakt verfolgen kann. Davon ist kein Betrachter unbeeindruckt. 

Damit auch die "Porsche" nicht zu kurz kommen, ist jedem Kapitel noch eine besondere Rubrik zugeordnet. Es handelt sich dabei um die Erlebnisse von begeisterten Pass-Fahrern, die mit ihren individuellen eigenen Porsche-Fahrzeugen die jeweiligen Pässe absolviert haben, um gleichzeitig von ihren Freuden an solchen Abenteuern zu berichten. 

Damit der Bildband "15 Pässe in 4 Tagen" nicht nur theoretisch daher kommt, wird zu jedem Pass das nötige Kartenmaterial aufgezeigt, damit der Leser eine konkrete Vorstellung hat, um welche Überquerung es sich jeweils handelt. Hier nun die Alpenpässe, die Stefan Bogner und Jan Karl Baedecker in den Mittelpunkt ihres viertägigen Alpenrausches gestellt haben:

Klausenpass 
Sustenpass 
Grimselpass 
Furkapass 
Nufenenpass 
Gotthardpass
Flüelapass 
Stilfser Joch 
Pordoijoch 
Sella Joch 
Grödner Joch 
Passo di Falzarego
Passo di Giau
Drei Zinnen
Grossglockner Hochalpenstrasse 

Die Liste ist wahrlich beeindruckend und wenn nicht jeder Betrachter auch alle Pässe hinter sich gebracht hat , so wird doch mancher bei der Fahrt nach Italien oder zum Ski-Urlaub die eine oder andere Überquerung genossen haben. 

Genießen kann man auch diesen aufwendigen Bildband der immerhin über 433 Seiten stark ist, 433 Seiten voller eindrucksvollem Bildmaterial und spannender Erlebnisse der Autoren Stefan Bogner und Jan Karl Baedecker und wie immer sehr werthaltig vom Delius Klasing Verlag konzipiert. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

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Rezension: Peter J. König: 50 Jahre #Porsche 912 #Jürgen_Lewandowski #Delius_Klasing

Der renommierte Auto-Journalist und Autor von mehreren beachtenswerten Automobil-Büchern und Co-Autor von grandiosen automobilen Bildbänden Jürgen Lewandowski  hat dieses interessante Werk über den Porsche 912, dem kleinen Bruder des legendären Porsche 911 zusammen mit dem Verlag Delius Klasing auf den Weg gebracht. 

Als profunder Kenner der heutigen Automobilszene pflegt er auch stets einen intensiven Kontakt zu Automobil-Museen und Sammlern weltweit. Dem Haus Porsche ist er seit Jahrzehnten eng verbunden, hier hat er als Chronist die Entwicklung der Modelle aus Zuffenhausen intensiv verfolgt. Mit dem Projekt 912 will er nach 50 Jahren zeigen, dass der "kleine" Porsche durchaus kein Schattendasein in den Jahren seines Verkaufs geführt hat. 

Ursprünglich einmal in einer Serie von 500 Fahrzeugen angedacht, wurden insgesamt 28333 Coupés und 2562 Targa Modelle vom Typ 912 in den Jahren 1965 bis 1969 verkauft. Er galt als Ergänzung zu dem 911er, war nicht so stark motorisiert mit seinen 4 Zylindern und dem 90 PS Motor, recht spartanisch ausgestattet, aber trotzdem ganz ein Porsche, eben in Junior-Ausführung. Entsprechend war sein Preis deutlich geringer als der "Große", aber damals Mitte der 1960iger Jahre mit um die 17000 DM durchaus angemessen. Billig war ein Porsche nie, auch nicht der 912, denn zu dieser Zeit bekam man für 5-6000 DM einen VW 1300 neu mit Schiebedach und funktionierender Heizung, so die Erfahrung des Autors dieser Zeilen. 

Der 912er  war als weiteres Modell der 911er Reihe gedacht, das den so geliebten Porsche 365 abgelöst hatte. Eingefleischte 911er Fans taten sich zunächst etwas schwer, den kleinen Bruder zu akzeptieren. Dies legte sich jedoch bald, denn mit dem 912er wurden neue Käuferschichten angesprochen, meist junge, die das Geld für den großen Bruder noch nicht in der Tasche hatten. In den USA war die Nachfrage äußerst rege, das Modell 912 Targa geradezu ideal für die kalifornische Beach Boy Ärea. Nachdem das Modell eingestellt wurde, war es dann ziemlich schnell aus dem Focus der Porsche-Gemeinde verschwunden, bis vor einigen Jahren erneut die Suche nach diesen Modellen begann, und zwar als wunderbarer Oldtimer, der ein Teil der Automobil-Geschichte des Hauses Porsche erzählt. 

Überall wurde versucht diese Modelle aufzustöbern, sei es noch in fahrbarem Zustand oder auch als nicht bewegliches Erinnerungsstück im hinteren Winkel einer Halle. Es begann eine Restaurierungs-Welle und da in Kalifornien oder den Südstaaten der USA die mit am besten erhaltenen Stücke aufgefunden wurden, war der 912er auch bald wieder angesagt bei Classic-Shows und Oldtimer Rallyes. Um dem Porsche 912 eine bibliophile Würdigung zuteil werden zu lassen, haben der Autor Jürgen Lewandowski und der Delius Klasing Verlag die Vita dieses kernigen Porsches dokumentiert und in sehr anschaulichen Bildern gezeigt, wie sich dieser Sportwagen entwickelt hat und wie viel Begeisterung er bei den stolzen Besitzern auslöste. 

Selbst die bekannte deutsche Hollywood-Schauspielern Elke Sommer hat in ihrer Wahlheimat L.A. mit ihrem zitronengelben 912er Targa durchaus für Furore gesorgt. Das Vorwort zu diesem interessanten Porsche–Bildband hat kein Geringerer als der heutige Aufsichtsratsvorsitzende der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG Dr. Wolfgang Porsche, der Sohn von Ferry Porsche und Enkel des legendären Firmengründers Ferdinand Porsche geschrieben. 

Das Bildmaterial stammt überwiegend aus den Archiven der Porsche AG, der Text von Jürgen Lewandowski. Der Autor hat es dabei keineswegs nur bei kurzen Bildkommentierungen belassen, mit sehr ausführlichen und besonders informativen Texten hilft er dem Leser hinter die Kulissen des 912er zu schauen und dem Betrachter diesen reinrassigen Sportwagen näher zu bringen. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass das Bildwerk "50 Jahre----Porsche 912" in einer limitierten Auflage von 912 Exemplaren erschienen ist. 

Damit überzeugt nicht nur der inhaltliche Wert, als Sammel-Objekt gerade für Porsche-Liebhaber hat es einen ganz besonderen Platz in der heimischen Bibliothek verdient. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zu Delius Klasing und können das Buch dort bestellen.http://www.delius-klasing.de/buecher/Porsche+912.210384.html  Sie können es aber auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.

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Rezension Peter J. König: Roberto Gurian- Pole Position- Die besten Formel-1-Fahrer aller Zeiten- Delius Klasing Verlag

Für alle Fans des Formel-1 Zirkus ist es schon immer eine besondere Frage gewesen: Wer sind eigentlich die besten Fahrer aller Zeiten? Was macht ihre Klasse aus und mit welcher Persönlichkeit sind diese Heroen ausgestattet, damit sie in ihrem Metier, das ihnen alles abverlangt, letztendlich reüssieren? 

Eine Antwort darauf gibt das hier vorgestellte Buch aus dem Delius Klasing Verlag, dessen Autor Roberto Gurian ist, ein exzellenter Kenner der Rennszene. Insgesamt werden 33 Formel- 1 Piloten vorgestellt, allesamt Meister ihres Faches, wobei sowohl die errungenen Siege als auch die gewonnen Weltmeisterschaften eine Rolle spielen. Aber dies nicht nur. Aufgenommen in diese Ruhmes-Sammlung wurden auch Rennfahrer, die durch ihr ausgefallenes Charisma glühende Anhänger unter den Rennbegeisterten gefunden haben. 

Eigentlich hätten es alle 33 Piloten verdient, hier erwähnt zu werden, aber das würde den Rahmen dieser Rezension sprengen und außerdem muss ja noch ein gewisser Überraschungseffekt gegeben sein, wenn die interessierten Leser diesen wunderbaren Bildband erwerben. Um dennoch einen ersten Überblick über die Fahrer-Parade zu geben, sollen aus den jeweiligen Epochen einige der Besten genannt werden. 

Es beginnt mit Tazio Nuvolari, gefolgt von Bernd Rosenmeyer, Juan Manuel Fangio, Alberto Ascari, Stirling Moss, Jack Brabham, Graham Hill, Jim Clark, John Surtees, Jackie Stewart, Jochen Rindt, Jacky Ickx, Emerson Fittipaldi, Niki Lauda, Nelson Piquet, Ayrton Senna, Mika Häkkinen, Michael Schuhmacher, Fernando Alonso, Lewis Hamilton und last but not least Sebastian Vettel. Für jede einzelne Fahrer-Persönlichkeit wurden neben den sehr ausgiebigen Text-Passagen spektakuläre Fotografien ausgewählt, einerseits aus spannenden Renn-Sequenzen und dann doch immer wieder in Sieger-Posen, die belegen, dass sie auf "dem Treppchen" sehr oft ganz oben gestanden haben. 

Dabei zeigen sich manche berauscht, andere eher nachdenklich, denn eins sollte nicht vergessen werden, so mancher dieser "Winner" hat den Erfolg danach mit seinem Leben bezahlt. Neben den Formel-1 Helden ist es natürlich äußerst interessant die Rennwagen zu sehen, wie sie sich im Laufe der Jahrzehnte in ihrer Form gewandelt haben. Wirkten sie bei Nuvolari um 1935 eher wie überdimensionierte Seifenkisten, so sind es heute bei Hamilton oder Vettel ausgeklügelte Hightech- Geräte, deren Erscheinungsform allein der Windkanal bestimmt. 

Entsprechend hat sich auch der Typus des Formel-1 Rennfahrers geändert. Einst war der wagemutige Draufgänger gefragt, der mit Kraft und Ausdauer sein Renn-Gerät beherrschte, mal Gentleman, mal Haudegen, immer aber in Begleitung einer Anzahl schöner Frauen. Heute dagegen, betrachten wir z.B. Michael Schuhmacher oder Sebastian Vettel, zeichnet sich die Elite durch absolute Professionalität und technisches Verständnis aus, ohne die es zum Siegen nicht mehr reichen würde. Alles dieses wird neben den brillanten Foto-Strecken ausführlich thematisiert. 

Vieles wird dabei dem Leser bisher nicht bekannt sein, sodass er einen weitaus konkreteren Eindruck von den Persönlichkeiten und ihrer Schicksale erhält, die sich hinter den strahlenden Namen verbergen. 

"Pole Position" von Roberto Gurian aus dem Delius Klasing Verlag ist im Reigen vieler Bücher über das Renn-Geschehen in der Formel-1 insofern bemerkenswert, da es sich dem Thema auf seine eigene Weise nähert, und zwar über die Sichtachse der Rennfahrer. Sie zeigen wie sich die Formel-1 kontinuierlich gewandelt hat, wie aus einem Sport für gutbetuchte Herrenfahrer in Mittel-Europa ein weltweites Event entstanden ist, mit Hunderttausend Besucher an den jeweiligen Strecken und vielen Millionen an den Bildschirmen und in deren Mittelpunkt immer wieder derjenige Fahrer steht der einen ganz entscheidenden Platz einnimmt, und zwar den der Pol Position. 

Empfehlenswert 

Peter J. König

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Rezension Peter J. König: Mercedes-Benz The Grand Cabrios & Coupés Staging & Photography by René Staud teNeues

"Automobil-Geschichte at it´s best" oder komplett eingedeutscht: Automobil-Geschichte vom Allerfeinsten. Dies ist die Überschrift, die das neueste Bildwerk von teNeues am besten beschreibt. Dabei handelt es sich wieder einmal um einen außergewöhnlichen Fotoband, der die exklusiven Cabrios und Coupés von Mercedes-Benz seit der Nachkriegs-Zeit bis heute thematisiert. Das Konzept und die herrlichen Aufnahmen der Luxus-Karossen hat kein Geringerer verantwortet als #René_Staud, allgemein verehrt als "The Godfather" der automobilen Photographie. 

Seine diesbezüglichen Bildbände, und er hat mittlerweile schon einige zusammen mit dem teNeues-Verlag heraus gebracht, haben Kultstatus. Er versteht wie kein Zweiter die mobilen Pretiosen optimal ins rechte Licht zu rücken, um sie dann divengleich für immer zu verewigen. Die erläuternden Texte stammen von Jürgen Lewandowki, der schon oft René Stauds besondere Aufnahmen textlich begleitet hat, das Vorwort hat der gefeierte Automobil-Designer Bruno Sacco verfasst. 

Alle Beiträge dieser Art werden in Englisch, Chinesisch und Deutsch geliefert, die Sprache der Bilder ist universell. Schon die Photographie auf dem Cover ist eine einzige Augenweide, handelt es sich dabei doch um eine außergewöhnliche Schönheit von Automobil, einem 220 S Cabriolet, gebaut in den Jahren 1956-1959, schwarz lackiert mit leuchtend roten Lederpolstern und weißem Lenkrad. Das Faltdach ist zurück geklappt und unter der Persenning im gleichen Rot verstaut. Die Fahrertür ist weit geöffnet, sodass der Blick über den Fahrersitz bis tief in den Fuß-Raum möglich ist. 

Wie immer hat der Foto-Künstler Staud mit den besten Licht-Effekten gearbeitet, folglich blitzen die Chrom-Teile und der glänzend schwarze Lack mutiert zu einem Spiegel. Besser geht nimmer, hier zeigt sich die Handschrift des Meisters. Und diese überwältigende Foto-Kunst zieht sich durch das ganze Bild-Werk. Dass Mercedes-Benz seit den Fünfzigern ein Cabrio oder Coupé nach dem anderen kreiert hat, wie sie schöner und spektakulärer nicht möglich waren, entsprechend des Zeitgeistes, dies weiß schon jedes Kind, wenn es mit den Auto-Spielkarten groß geworden ist. 

René Staud hat sich die allerschönsten Modelle jeweils gesucht, bei ihnen ist optisch alles perfekt. Daraufhin hat der Meister sie meisterlich inszeniert, mal im Detail, mal als Ganzes, mal im Studio, mal in die Landschaft oder in ein luxuriöses Umfeld drapiert. Als Liebhaber und Freund schöner Autos, seien sie alt oder neu, ist man sowohl vom Design begeistert, aber wohl noch mehr, wie dieses hier in Szene gesetzt worden ist. Herrlich, einfach nur herrlich! 

Doch genug geschwärmt, kommen wir zurück zu den Details dieses famosen Bildbandes von teNeues. Dem Cover folgt auf der anschließenden Doppelseite die Darstellung von einem geöffneten 300 SE 3,5 Cabrio aus den 1969iger bis 1971iger Jahren, zusammen mit dem S 500 Cabrio neuester Bauart. Und schon wieder dieses Licht, das die Kleinode umschmeichelt. Nach der folgenden Titelseite gibt es dann die Inhaltsangabe, unterteilt in sechszehn Rubriken, die jeweils ein neues Modell symbolisieren. 

Wahre Schätze werden hier vorgestellt, die nicht nur das Sammler-Herz hüpfen lässt, auch der Formen-Ästhet kommt hier ganz auf seine Kosten. Nach dem Vorwort und der Einleitung beginnt der Reigen der Diven. Neben der Charakterisierung der einzelnen Kapitel wird im Folgenden das jeweilige zugeordnete Modell gezeigt.

Und diese sind:

1. Der Star war das Cabriolet 220 Cabriolet A 1951-1955 
2. Für die grosse Familie 300 Cabriolet D 1952-1954 
3. Für die Schönen und Reichen 300 S Coupé 1952-1955 
4. Es blieb bei zwei Unikaten 300 b Pinin Farina 1955 300 Sc Pinin Farina 1956 
5. Die Eleganz der 1950er Jahre 220 S Coupé 1956-1959 
6. Der Schönste seiner Art 300 SE Cabriolet 1962-1967 
7. Der Vorstand geruht zu Reisen 600 "Nallinger" Coupé 1965
8. Ein Roadster wird zum Coupé 450 SLC 1972-1980 
9. Nur mit acht Zylindern erhältlich 500 SEC 1985-1991 
10. Der Zwölf Zylinder hält Einzug 600 SEC 1992-1993 
11. Wer möchte kann auch AMG bestellen CL 500 1999-2002 
12. Der Winter ruft, die 4Matic ist schon da CL 500 4Matic 2008-2010 
13. Eleganter denn je S 500 Coupé seit 2014 
14. Die Wiedergeburt einer Legende S 500 Cabriolet von 2016 
15. Das F 200 Imagination Paris Show Car 1996 
16. Hinter den Kulissen, Präsentation aller Akteure und Danksagung

Jetzt hat man in etwa eine Vorstellung, welchen Umfang dieses fast 300seitige Gesamt-Werk der Geschichte der Cabrios und Coupés von Mercedes-Benz seit den 1950iger Jahren hat. Deshalb ist auch nicht verwunderlich, dass der Bildband sehr gewichtig und sehr anspruchsvoll daher kommt. Wie immer im teNeues Verlag ist die bibliophile Qualität des Werkes auf höchstem Niveau, so eben wie auch der Inhalt sich präsentiert. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

Bitte klicken Sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Te Neues Verlag und können das Buch dort bestellen.  Sie können es jedoch auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.teneues.com/shop-de/mercedes-benz-the-grand-cabrios-coups.html


Rezension Peter J. König: #Baillon_Collection-Der spektakuläre Scheuenfund- #Rèmi_ Dargegen, Delius Klasing

Classic Driver Baillon Collection Der  spektakuläre Scheunenfund- Rémi Dargegen- Delius  Klasing

Was haben die Namen: Singer, Delahaye, Talbot, Voisin, Lorraine Diedrich, Barré Torpedo, Citroen, Facel Vega, Porsche, Hispano Suiza, Ballot, Berliet, Panhard, Lagonda, Delage, Bugatti, Packard, Jaguar, Lancia, Rolls Royce, Ferrari und Maserati gemeinsam?

Zunächst sind dies alles Firmennamen von Automobil-Herstellern. Zugegeben große und berühmte Namen, die alle wunderbare Automobile hergestellt haben und zum Teil heute noch herstellen, wie z.B. Bugatti, Porsche, Jaguar, Rolls Royce, Ferrari oder Maserati. Die anderen Hersteller waren zu ihrer Zeit, wir sprechen dabei von den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen und kurz davor und danach noch weitaus berühmter und glamouröser als die Modelle der Neuzeit. 

Kaiser, Könige, Maharadschas und Emire, Lords und andere Blaublüter, berühmte Filmstars in Hollywood und die Magnaten in der Wirtschaft weltweit, sie alle waren im Besitz dieser Delahaye, Hispano Suiza, Lagonda, ganz besonders aber Rolls Royce und den anderen Prunk-Fahrzeugen.

Doch was haben sie alle jetzt gemeinsam und warum diese akribische Aufzählung?

Die Antwort gibt der hier vorgestellte Bildband von Rémi Dargegen, der im Delius Klasing Verlag aufgelegt wurde. Der Autor Dargegen ist Fotograf bei dem renommierten Automobil-Magazin   "ClassicDriver" in Frankreich. 

Vor vielen Monaten bekam er von seiner Redaktion den Auftrag in die französische Provinz zu einem Landschloss zu fahren, dort sei ein sensationeller Fund in den Scheunen des Anwesens gemacht worden. Viele Leuchten seien mitzunehmen, damit die Vielzahl von klassischen Edel-Fahrzeugen in ihrem jetzigen Zustand fotografiert werden könnten. 

Auf dem Schloss, das einst dem Unternehmer Baillon als privates Refugium diente, fand der Fotograf dann mehr als 200 Edel-Karossen, die teilweise angerostet, teilweise zu gewuchert, aber teilweise auch noch in einem durchaus fahrbaren Zustand Jahrzehnte-Lang in einem Dornröschen-Schlaf dahin gedämmert sind. 

Der einstmals erfolgreiche Transport-Unternehmer hatte nicht nur eine Sammlung von mehr als hundert Spezial-Lkw zusammen getragen, seine ganze Leidenschaft waren Luxus-Karossen der 30iger, 40iger und 50iger Jahre des letzten Jahrhunderts, möglichst aus dem Besitz von berühmten Menschen dieser Zeit. So entstand eine Sammlung, die einzigartig war. 

Baillon wollte damit das erste Museum für klassische Automobile in Frankreich aufbauen. Leider wurde daraus nichts, nachdem die Firma des Unternehmers Pleite ging und der französische Staat ihn mit riesigen Steuernachzahlungen belastete. Schon damals mussten an die hundert Pretiosen verkauft werden, damit das Anwesen für die Familie und das restliche Vermögen, darunter weitere 200 automobile Einzelstücke gerettet werden konnten . Danach geriet die Sammlung in Vergessenheit, nachdem Baillon sie auf seinem Landsitz in vielen Scheunen untergebracht hatte. 

Baillon starb, seine Frau folgte einige Jahre später und sein Sohn hütete die Familien-Sammlung akribisch, ohne jedoch in der Lage zu sein, sie weiterhin zu pflegen. Erst nach dessen Tod vor etwa 3 Jahren wurden die automobilen Schätze wieder entdeckt. Doch in welchem Zustand? 

Und was alles hatte sich hier eingefunden?  Da war das Talbot_Lago T26 Cabriolet aus dem Erstbesitz des ägyptischen Königs Farouk, aber auch der Ferrari 250 GT  California Spider von Alain Delon, mit dem er einst die berühmtesten Film-Schönheiten an der Cote d´Azur entlang chauffiert hatte.

Rémi  Dargegen hat alle diese Prunkstücke aus der Baillon Collection in ihrem jetzigen Zustand aufgenommen, und damit eine Dokumentation erstellt, die ihresgleichen sucht. Zugleich ist er mit einem künstlerischen Auge zu Werke gegangen, um zu zeigen, welche Ausstrahlung diese Objekte besitzen, selbst wenn sie nicht mehr komplett und Hochglanz poliert sind. Das Bildwerk ist auch deshalb so einmal, weil nach den Aufnahmen die Automobile einzeln versteigert worden sind, nachdem sie zum Teil restauriert wurden. Delons Ferrari hat dabei weit mehr als 1 Million Euro erzielt und war der Star einer spektakulären Auktion in Paris.

Neben den genialen Aufnahmen, der Ferrari z.B. war mit unzähligen Stapeln von Automobil-Zeitschriften zugedeckt, werden interessante Details im Zusammenhang mit den Fotografien erzählt, die die Hintergründe, aber auch die Auflösung der Collection beschreiben, sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache. Der Bildband dokumentiert Schätze aus längst vergangenen Zeiten, er vermittelt aber auch die Geschichte eines Mannes, der versucht hat mit aller Kraft diese Schätze der Nachwelt museal zu erhalten. Leider ist dies ihm nicht gelungen.  

Sehr empfehlenswert

Peter J. König

Bitte klicken sie auf den Link, dann gelangen Sie zum Delius Klaing Verlag und können das Buch dort bestellen. Sie können es auch direkt bei Ihrem Buchhändler um die Ecke ordern.http://www.delius-klasing.de/buecher/Baillon+Collection.210388.html

     

Rezension Peter J König: A M G- G T- A Star is born- Markus Bolsinger- Marco Brinkman- Tom Ising- Delius Klasing

"A star is born", einen Bildband unter dieser Ankündigung heraus zu bringen, stellt sowohl eine Herausforderung für die Autoren, hier Markus Bolsinger, Marco Brinkmann als auch Tom Ising da, aber auch ebenso für den Verlag Delius Klasing. Nach einem solchen Fanfarenstoß muss schon etwas ganz Einmaliges und Außergewöhnliches folgen und dies ist tatsächlich auch der Fall. In diesem attraktiven Bildband wird das neueste Kind in der Mercedes-Familie vorgestellt und zwar ein absolutes Sonntagskind, der spektakuläre Mercedes-AMG- GT. 

Der älteste und traditionsreiste Automobil-Hersteller der Welt Mercedes-Benz hat in seiner weit über hundertjährigen Geschichte schon frühzeitig damit begonnen neben luxuriösen Karossen auch Sport- und Renn-Automobile herzustellen, die schon in den 1920iger und 1930iger Jahren große Erfolge in der damaligen Renn-Szene feiern konnten. 

Dabei denke man nur an Rudolf Caracciola der mit seinem Mercedes-Benz SSKL 1931 die berühmte Mille-Miglia gewann, eines der wichtigsten Langstrecken-Rennen seiner Zeit, von Brescia in der Lombardei nach Rom und zurück, 1600 Kilometer über staubige Landstraßen, an Schluchten und Abgründe vorbei. Bei diesem Rennen entstand auch die Bezeichnung für diese Renn- Automobile, die ausschließlich von zwei Männern pilotiert, als "Gran-Turismo"-Wagen bezeichnet wurden. Überflüssiger luxuriöser Schnick-Schnack hatte da keinen Platz. 

Die "GT", so ihr Kürzel waren ausschließlich für den Rennbetrieb ausgelegt. Dies sollte sich über die Jahrzehnte bei diversen Automobilherstellern ändern, wenn sie ihren Alltags-Autos mit ein paar breiteren Felgen diese Bezeichnung verpasst haben. Nicht so Mercedes und ihr Partner AMG, der sich zunächst mit dem sportlichen Trimm der Mercedes-Limousinen und Cabriolets befasst hat, bevor er endgültig in den Mercedes Konzern integriert wurde und heute nicht nur die Entwicklungsabteil für die sportliche Sonderausführung in der gesamten Palette der Fahrzeuge von Mercedes darstellt, sondern in der Formel Eins 2014 als Team Mercedes-AMG mit Hamilton und Rosberg die doppelte Weltmeisterschaft errungen hat.

In Afalterbach bei Stuttgart ist der Sitz der Sportwagen-Schmiede von Mercedes und hier auch ist die Geburtsstätte des neuen "GT", einer Neuentwicklung eines Sportwagens, ganz in der Tradition der reinrassigen "Gran-Turismo". Dabei wird der "GT" nicht nur als Straßenversion auf den Markt gebracht, als scharfe Rennversion "GT3" ist er dabei in der weltweiten GT-Serie Furore zu machen. Damit der Leser zunächst einmal einen ersten Eindruck über den Inhalt dieses fotografischen Werkes bekommt, hier der Auszug der einzelnen Passagen; 
5 Intro 
24 Essay 
34 The CEO 
40 Heritage 
56 Design 
66 Roadmovie 
80 Technics 
90 Testings 
102 Family 
114 GT3 
124 Racegene 
140 Interieur 
150 Gallery 

Wie üblich bei den überaus niveauvollen Bildbänden aus dem Delius Klasing Verlag sind die fotografischen Bildstrecken spektakulär, zeigen sie doch nicht nur in bester künstlerischer Art den Mercedes-AMG Boliden in seiner ganzen Entwicklung, sondern auch bei seinen weltweiten Einsätzen, sei es auf den Boulevards in extravaganten Lackierungen oder auf den Rennstrecken bei erfolgreichen Einsätzen. Alle Textpassagen sind in deutscher und englischer Sprache verfasst, ganz dem internationalen Auftritt dieses automobilen "Stars" entsprechend. Mercedes-AMG ist mit dem "GT" ein wahres Objekt der Begierde gelungen. 

Delius Klasing hat mit den drei Autoren Markus Bolsinger, Marco Brinkmann und Tom Ising aber dafür gesorgt, dass der "GT" ein würdiges Image und einen besonderen Platz im Bereich erstklassischer Bildbände erhalten hat. 

Sehr empfehlenswert 

Peter J. König

Bitte klicken Sie zum Delius Klasing-Verlag, dort können Sie  das Buch direkt bestellen:http://www.delius-klasing.de/buecher/auto/automarken/mercedes//Mercedes-AMG+GT.203408.html Sie können es aber auch bei Ihrem Buhhändler um die Ecke ordern.

Rezension Peter J. König: OAL – BB 50- THE ALPINA Book- 50 Jahre BMW Alpina Automobile-Delius Klasing Verlag

"Alpina" ist für Autofans und Motorsportfreunde ein Begriff, der sofort elektrisiert. Für die Nicht-Mobilisten mag dies ja eine Art weißer Farbe sein, für das riesige Heer der Renn-Begeisterten ist "Alpina" der Inbegriff des Auto-Tunings, also das "Aufmotzen" von Serien-Fahrzeugen des bayrischen Premium-Herstellers BMW.  

Da die automobile Edelschmiede von Burkard Bovensiepen in Kaufbeuren im Allgäu 2015 ihr 50jähriges Jubiläum feiert, und zwar sehr erfolgreich, hat der Delius Klasing Verlag ein umfassendes, hoch spannendes Bildwerk über diesen Automobil-Hersteller und-Veredler aufgelegt. Herausgeber ist der Autor, Publizist und Direktor des Goodbrands Institute for Automotive Culture Paolo Tumminelli, der auch Professor an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Technischen Universität Köln ist.

Mit Schreibmaschinen der Marke "Alpina" im väterlichen Betrieb in Kaufbeuren fing alles an. Vor 50 Jahren dann hat Burkhard Bovensiepen  zunächst  Auspuffanlagen  entwickelt, die nicht nur einen rennmäßigen Sound hatten, sondern den Fahrzeugen auch eine Leistungssteigerung verpassten. Dabei nahm er sich nicht irgendein Modell vor, nein er begann von Anfang an die Bayrischen Motoren Werke in München auf sich aufmerksam zu machen. 

Diese waren gerade dabei, ihrem Image einen sportlichen Trimm zu verpassen, da kam Bovensiepen mit seinen sportlichen Auspuffanlagen gerade recht. Auch entwickelte BMW mit dem 700 Sport Coupé damals ein geeignetes Rennsport-Fahrzeug für Rundstrecken-Hindernis- und Berg-Rennen. "Alpina",so Bovensiepens Firmenbezeichnung beteiligte sich mit seiner Rennsport-Erfahrung an dieser Entwicklung und damit begann  auch die 50jährige fruchtbare und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen den beiden automobilen Partnern. In den vielen Jahren wurden bei "Alpina" unzählige Modelle von BMW veredelt, selbst die Zwölfzylinder-Spitzenmodelle, denen Bovensiepen nicht nur noch mehr Sportlichkeit verpasste, sondern ihnen auch die absolute Exklusivität einhauchte. 

Auf den Rennstrecken dieser Welt gehörten die „Alpina-BMWs“ immer mit zu den Favoriten in den Rennsport-Serien, die Flut der Sieger-Pokale demonstrieren dies eindrucksvoll. Auch die eingesetzten Fahrer zeigen, dass nur die allerbesten diese Boliden pilotiert haben, wie z.B. Niki Lauda der mehrfache Formel 1  Weltmeister späterer Jahre, „Stritzel“ Stuck, vielfacher Deutscher Meister oder aber auch „Seine Königliche Hoheit Prinz Leopold von Bayern“ in der Rennszene nur „Poldi“ genannt, der sehr erfolgreich, jahrelang viele Siege für „BMW-Alpina“ auf der Rundstrecke erzielt hat.

Neben dem Renn-Geschäft ist es gerade die Exklusivität der "BMW-Alpina" Modelle, sei es als Luxus-Limousinen oder  sportliche Zweisitzer und Cabrios, die auch viele Prominente zu Bovensiepen nach Kaufbeuren gelockt haben, und bis heute locken, um sich eine veredelte "Alpina" Preziose abzuholen.  

Dies reicht von "Blacky" Fuchsberger  bis zu diversen Scheichs, ja selbst der König von Belgien Albert 2 erlag der Verlockungen aus der "Alpina" Schmiede. Die Anziehungskraft dieser einmaligen Automobile ist ungebrochen und Burkhard Bovensiepen, mittlerweile mit tatkräftiger Unterstützung seiner beiden Söhne tut alles dafür, dass dies auch zukünftig so bleibt.

Dass 50 Jahre im Leben eines erfolgreichen Unternehmers im Automobilbereich“ kein Pappenstiel“ sind, zeigt schon der Umfang und die Gewichtigkeit des Bildwerkes von Delius Klasing.  Der Herausgeber wurde bereits oben genannt, es ist der geniale Fachmann für das Wissen rund um besondere Automobile, Paolo Tumminelli, den man von ähnlichen Werken kennt. Um weiterhin die Bedeutung dieses bibliophilen Werkes über die außergewöhnliche Persönlichkeit von Burkhard Bovensiepen und seinem Lebenswerk „Alpina“ zu dokumentieren, soll auf den Verfasser der einleitenden Worte hingewiesen werden. Es ist Professor Dr. Joachim Milberg, der Aufsichtsrats-Vorsitzende der BMW AG in den Jahren 2004-2015, der aus seiner Erfahrung die fruchtbare Zusammenarbeit  zwischen "BMW und Alpina" würdigt.  

Bei einer Seitenzahl von 464 ist es unmöglich auch nur annährend bei diesem Firmen-Gesamtwerk von "Alpina" ins Detail zu gehen. Unterteilt in insgesamt 50 Kapitel würde auch alleine die Auflistung den hier gesetzten Rahmen sprengen. Deshalb nur noch einige Besonderheiten, die dem Leser einen ersten wagen Eindruck aufzeigen. Das Werk  vermittelt anhand einer riesigen Fülle von Foto-Aufnahmen einen deutlichen Einblick über alle Aktivitäten von "Alpina" und Burkhard Bovensiepen, seiner Familie und seinen zahlreichen Mitarbeitern in der Fabrik, an der Rennstrecke und von seinen Rennfahrern in Aktion. Sehr ausführlich werden die Bildstrecken in deutscher und englischer Sprache begleitet, wobei man  einer farblichen Besonderheit  gegenüber steht. Die deutschen Texte sind in dunkelblau auf weißem Grund gehalten, während das Englische in einem sehr ansprechenden, frischen Grün daherkommt. 

Beide Farben sind auch die diejenigen, die „Alpina“ für seine Logos und Beschriftungen bei den in weiß gehaltenen Rennfahrzeugen nutzt. So gibt es noch viele einzelne Details in diesem Bildwerk zu entdecken, die immer den unmittelbaren Bezug  der Zusammenarbeit von "BMW und Alpina" aufzeigen. Die Wissensfülle ist dabei unendlich, zeigt sie auch die Geschichte des automobilen Rennsports der letzten 50 Jahre auf, an der „Alpina“ maßgeblich mit beteiligt war. Wie immer im Delius Klasing Verlag ist die Qualität des Werkes nicht nur inhaltlich von höchstem Niveau, auch der haptische Eindruck durch beste Materialien lassen aus diesem Bildband ein Kunstwerk werden. Deshalb wird es auch immer ein Highlight in jeder guten Bibliothek zuhause sein.

Sehr empfehlenswert

Peter J. König  

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